Blowjobs & Oral
Oralsex ist für einen Großteil der Gays der Einstieg in den Sex, und für Sides ist er die Hauptsache. Hier steht alles, was mit Mund, Zunge und Schwanz zu tun hat: Technik, Würgereflex, Sperma, orale Kinks und die Frage nach dem Risiko.
Die Kategorie deckt Technik und Anatomie ab, den Einstieg, Würgereflex und Tiefe, Sperma, orale Spielarten von sloppy bis Snowballing, Kombinationen mit anderen Praktiken, Safer Oral Sex und Autofellatio. Persönliche Erfahrungsberichte zu Side Sex stehen in der Schwesterkategorie. Blowjobs zählen zu Side Sex, also zu allem, was jenseits von Anal läuft. Für die Tiefe gibt es die eigene Kategorie Deep Throat.
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Warum Oralsex für viele Sides die Hauptsache ist
Ein Side ist ein Gay, der auf Anal verzichtet und seinen Sex über Mund, Hände und Körperkontakt gestaltet. Für ihn ist ein Blowjob der Sex selbst statt eine Vorstufe dazu. Das verschiebt den Maßstab: Entscheidend wird, ob Mund und Hände eine ganze Session tragen.
Drei Maßstäbe verschieben sich damit: Ausdauer zählt mehr als Tempo, Abwechslung mehr als Tiefe, und das Wechselspiel zwischen beiden Beteiligten mehr als eine feste Rollenverteilung. Blickkontakt ist beim Blasen enger als bei den meisten Analstellungen, was den Akt eher intimer macht als beiläufiger. Wie andere Sides das erleben, steht in den Erfahrungsberichten. Der gesamte Bereich jenseits von Anal liegt unter Side Sex.
Was einen guten Blowjob ausmacht
Ein Blowjob, fachlich Fellatio, ist die orale Stimulation des Penis mit Lippen, Zunge und Mundraum. Drei Faktoren entscheiden über die Qualität: Rhythmus, ausreichend Speichel und das Zusammenspiel von Hand und Mund. Tiefe rangiert dahinter.
Der wichtigste anatomische Unterschied liegt an der Vorhaut. Bei einem unbeschnittenen Schwanz lässt sich die Vorhaut mit der Zunge einbeziehen. Bei einem beschnittenen liegt die Eichel dauerhaft frei und reagiert empfindlicher. Beide Fälle behandelt die Anleitung für beschnittene und unbeschnittene Schwänze. Wer die Grundlagen von vorne braucht, findet sie in der Blowjob-Anleitung. Bei längeren Sessions macht es den Unterschied, Hand und Mund zu kombinieren. Ein praktischer Punkt für Vielbläser: Rissige Lippen sind der häufigste Grund, warum ein Blowjob unangenehm wird, deshalb lohnt sich Lippenpflege.
Der erste Blowjob: was am Anfang zählt
Beim ersten Mal zählen zwei Dinge: die Zähne aus dem Weg halten und ruhig weiteratmen. Alles andere kommt mit der Übung. Anspannung ist der Hauptgrund, warum ein Blowjob am Anfang unangenehm wird, und sie überträgt sich sofort auf den anderen.
Vier Punkte helfen mehr als jeder Trick:
- eine Position wählen, in der du den Kopf frei bewegen kannst, statt fixiert zu liegen
- mit der Hand am Schaft arbeiten und nur den vorderen Teil in den Mund nehmen
- durch die Nase atmen und Pausen einlegen, sobald der Kiefer müde wird
- Tempo und Tiefe selbst bestimmen, statt sie vorgeben zu lassen
Wer den Ablauf einmal vollständig nachlesen will, findet ihn in der Blowjob-Anleitung. Tiefe ist ein Thema für später, dafür gibt es Deep Throat als eigene Kategorie.
Würgereflex, Gagging und wie tief es sein muss
Der Würgereflex ist ein Schutzreflex am hinteren Gaumen. Er hält die Luftröhre frei. Durch schrittweise Gewöhnung schwächt er sich deutlich ab, und genau darin liegt der Unterschied zwischen Anfängern und Leuten, die tief nehmen können.
Wie das Training am Würgereflex abläuft, steht unter Würgereflex abtrainieren. Für einen Teil der Gays gehört Gagging zum Reiz dazu. Wo die Grenze zum Unangenehmen verläuft, ist ein eigenes Thema. Das gilt auch für den Fall, dass es beim Blasen tatsächlich hochkommt. Wenn dich vor allem die Tiefe interessiert, liegt das gesamte Material in der Kategorie Deep Throat.
Sperma: Geschmack, Schlucken, Spucken
Sperma besteht zu über 90 % aus Flüssigkeit aus Prostata und Samenbläschen. Die Spermien selbst machen nur einen Bruchteil des Volumens aus. Ob geschluckt oder gespuckt wird, entscheidet die Absprache.
Ernährung und Flüssigkeitszufuhr sind die häufigsten Stellschrauben beim Geschmack. Was den Spermageschmack wirklich verändert, ist allerdings differenzierter als die üblichen Ananas-Tipps. Worin der Reiz am Schlucken liegt und wie die Abwägung zwischen Schlucken und Spucken ausfällt, behandeln zwei eigene Artikel. Die kursierenden Health-Benefits von Sperma bekommen dort eine nüchterne Einordnung.
Orale Spielarten von sloppy bis Snowballing
Unter dem Begriff versammeln sich Praktiken mit sehr unterschiedlichem Tempo. Ein Sloppy Blowjob ist die betont feuchte und laute Variante. Die 69-Stellung ist die Variante, bei der beide gleichzeitig blasen. Wer Varianten sucht, findet 19 Oralsexstellungen zum Durchprobieren.
Daneben steht alles, was über den Schwanz hinausgeht:
- Eier lecken und lutschen, der am häufigsten ausgelassene Teil
- Facesitting als orale Variante mit umgekehrter Kontrolle
- Snowballing, bei dem Sperma von Mund zu Mund geht
- Felching als Verbindung von Oral und Anal
- der Grapefruit-Blowjob als Hilfsmittel-Klassiker
Wo aus einer Vorliebe ein Blowjob-Fetisch wird, klärt ein eigener Artikel. Wie Dirty Talk beim Blasen funktioniert, wenn der Mund gerade beschäftigt ist, ebenfalls.
Oral mit anderen Praktiken kombinieren
Vier Kombinationen liegen für Sides nahe, denn eine lange Session entsteht erst durch das Verzahnen von Oral mit den Nachbarpraktiken.
- Rimming als Vorspiel, bei dem die Zunge am Arsch statt am Schwanz arbeitet
- Frotting und Dry Humping, also Reibung Körper an Körper, mit eingeschobener Mundstimulation
- Sextoys, die die Hand ersetzen, während der Mund weitermacht
- Wichsen und Solo Play zu zweit, mit Oral als Wechsel zwischendurch
Wie Poppers in solchen Sessions eingesetzt werden, behandelt eine eigene Kategorie.
Hygiene und Risiko: Safer Oral Sex
Blasen trägt ein geringeres Risiko als Analverkehr, bleibt aber eine Übertragungsroute. Das Risiko für HIV (humanes Immundefizienz-Virus) ist beim Blasen gering. Vier andere Infektionen laufen dagegen regelmäßig über den Mund: Gonorrhoe, Syphilis, Chlamydien und Herpes. Im Rachen verlaufen sie häufig symptomlos.
Zwei Hebel wirken: Kondome senken das Risiko, regelmäßige Tests fangen den Rest ab. Welche Infektion wie wahrscheinlich ist und was im Einzelfall schützt, steht ausführlich unter Safer Oral Sex.
Die Hygiene trennt zwei Dinge. Frischer Atem und gepflegte Zähne sind eine Frage des Komforts. Verletzungen im Mund sind dagegen eine Frage des Risikos: Blutendes Zahnfleisch und kleine Wunden erleichtern eine Übertragung. Deshalb ist Zähneputzen direkt vor dem Blasen die schlechtere Wahl, Mundspülung oder ein zeitlicher Abstand die bessere. Was für den Körper darunter gilt, steht unter Sexualhygiene.
Autofellatio und Solo-Oral
Autofellatio bezeichnet das Blasen am eigenen Penis. Möglich ist es für eine Minderheit, und darüber entscheiden Wirbelsäule und Proportionen. Trainierbar bleibt die Beweglichkeit bis zu einem gewissen Punkt.
Was dafür nötig ist und woran es meistens scheitert, steht unter sich selbst einen blasen. Verwandt ist das Death-Grip-Syndrom. Es entsteht durch jahrelangen Griff mit hohem Druck. Der Reiz liegt dann oberhalb dessen, was ein Mund erzeugt.
Häufige Fragen zu Oralsex
Wie trainiert man den Würgereflex ab?
Durch schrittweise Gewöhnung in kleinen Dosen. Der Reflex sitzt am hinteren Gaumen und reagiert schwächer, wenn er regelmäßig ausgelöst wird. Wichtig sind Pausen und eine Position mit freier Kopfbewegung. Die Details stehen unter Würgereflex abtrainieren.
Ist Blasen ohne Kondom riskant?
Für HIV ist das Risiko gering, für andere Infektionen deutlich höher. Gonorrhoe und Syphilis werden häufig oral übertragen und verlaufen im Rachen oft beschwerdefrei. Regelmäßige Tests sind deshalb der wirksamere Hebel als Verzicht.
Worauf kommt es beim ersten Blowjob an?
Auf zwei Dinge: die Zähne aus dem Weg halten und ruhig weiteratmen. Eine Position mit freier Kopfbewegung nimmt den Druck raus, die Hand am Schaft übernimmt den Rest. Tiefe kommt später dazu.
Wovon hängt der Spermageschmack ab?
Vor allem von Ernährung und Flüssigkeitszufuhr, dazu von Rauchen und Alkohol. Der Effekt ist real, fällt aber kleiner aus als oft behauptet. Er setzt außerdem erst über Tage ein.
Worin unterscheiden sich Blowjob und Deep Throat?
Beim Blowjob bleibt der Schwanz im vorderen Mundraum, beim Deep Throat geht er durch den Rachen. Deep Throat verlangt Kontrolle über den Würgereflex und eine passende Kopfhaltung. Es ist damit eine eigene Technik, die auf Kontrolle beruht statt auf Einsatz.
