Blowjobs & Oral
Oralsex ist für die meisten Gays der Einstieg in den Sex, und für Sides die Hauptsache. Ein Blowjob, also Fellatio, ist die Stimulation des Schwanzes mit Lippen, Zunge und Mund. Hier geht es um Technik, Würgereflex, Sperma, orale Spielarten und die Frage nach dem Risiko, vom ersten Blowjob bis zu Snowballing und Felching.
Blowjobs gehören zu Side Sex, also zu allem, was jenseits von Anal läuft. Die Tiefe hat mit Deep Throat ihre eigene Technik, und wie es bei anderen läuft, erzählen die Erfahrungsberichte zu Side Sex.
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Warum Oralsex für Sides der Sex selbst ist
Ein Side ist ein Gay, der auf Anal verzichtet und seinen Sex über Mund, Hände und Körperkontakt gestaltet. Für ihn ist ein Blowjob der Sex selbst statt eine Vorstufe dazu. Dann zählt, ob Mund und Hände eine ganze Session tragen.
Dafür zählen andere Dinge als beim Ficken: Ausdauer schlägt Tempo, Abwechslung schlägt Tiefe, und der Wechsel zwischen beiden Männern schlägt jede feste Rollenverteilung. Der Blickkontakt ist beim Blasen direkter als in den meisten Analstellungen. Das macht den Akt intimer.
Was einen guten Blowjob ausmacht
3 Faktoren entscheiden über die Qualität: Rhythmus, ausreichend Speichel und das Zusammenspiel von Hand und Mund. Tiefe rangiert dahinter. Die Zähne bleiben aus dem Weg, die Hand am Schaft übernimmt die Länge, die der Mund auslässt, und wer die Reaktionen des anderen liest, kommt weiter als mit jedem Tiefenrekord.
Der wichtigste anatomische Unterschied liegt an der Vorhaut. Bei einem unbeschnittenen Schwanz lässt sich die Vorhaut mit der Zunge einbeziehen, bei einem beschnittenen liegt die Eichel dauerhaft frei und reagiert oft empfindlicher. Beide Fälle zeigt die Anleitung für beschnittene und unbeschnittene Schwänze. Die Grundlagen von vorn liefert die Blowjob-Anleitung, und für längere Sessions macht es den Unterschied, Hand und Mund zu kombinieren. Ein Detail mit großer Wirkung: Rissige Lippen verderben jeden Blowjob, deshalb lohnt sich Lippenpflege.
Der erste Blowjob: was am Anfang zählt
Beim ersten Mal zählen 2 Dinge: die Zähne aus dem Weg halten und ruhig weiteratmen. Alles andere kommt mit der Übung. Anspannung ist der Hauptgrund, warum ein Blowjob am Anfang unangenehm wird, und sie überträgt sich sofort auf den anderen.
4 Punkte helfen mehr als jeder Trick:
- eine Position wählen, in der du den Kopf frei bewegen kannst, statt fixiert zu liegen
- mit der Hand am Schaft arbeiten und nur den vorderen Teil in den Mund nehmen
- durch die Nase atmen und Pausen einlegen, sobald der Kiefer müde wird
- Tempo und Tiefe selbst bestimmen, statt sie vorgeben zu lassen
Die Blowjob-Anleitung führt dich Schritt für Schritt durch den ganzen Ablauf. Tiefe kommt später dazu.
Würgereflex, Gagging und wie tief es sein muss
Der Würgereflex ist ein Schutzreflex am hinteren Gaumen, der die Luftröhre frei hält. Durch schrittweise Gewöhnung in kleinen Dosen schwächt er sich deutlich ab, und genau darin liegt der Unterschied zwischen Anfängern und Männern, die tief nehmen können. Sobald Atem oder Panik kippen, geht es eine Stufe zurück.
Die Methode dafür steht in Würgereflex abtrainieren. Für einen Teil der Gays gehört Gagging zum Reiz dazu. Für den Fall, dass es beim Blasen tatsächlich hochkommt, gibt es Soforttipps.
Sperma: Geschmack, Schlucken, Spucken
Sperma besteht zu über 90 % aus Sekret von Prostata und Samenbläschen, die Spermien selbst machen nur einen Bruchteil des Volumens aus. Ob du schluckst oder spuckst, ist Absprache, und die fällt leichter, wenn beide vorher wissen, wo sie stehen. Ernährung und Flüssigkeitszufuhr sind die häufigsten Stellschrauben beim Geschmack, der Effekt stellt sich aber erst nach ein paar Tagen ein.
Was den Spermageschmack wirklich verändert, ist komplizierter, als die üblichen Ananas-Tipps vermuten lassen. Der Reiz am Schlucken, die Abwägung zwischen Schlucken und Spucken und der Faktencheck zu den Health-Benefits von Sperma gehen in die Tiefe.
Orale Spielarten von sloppy bis Snowballing
Orale Spielarten reichen von langsam und nass bis laut und kinky. Ein Sloppy Blowjob ist die betont feuchte und laute Variante. Für gleichzeitiges Blasen ist die 69-Stellung der Klassiker, und 19 Oralsexstellungen liefern den Rest zum Durchprobieren.
Daneben steht alles, was über den Schwanz hinausgeht:
- Eier lecken und lutschen, der Teil, den die meisten auslassen
- Facesitting als orale Variante mit umgekehrter Kontrolle
- Snowballing, bei dem Sperma von Mund zu Mund geht
- Felching als Verbindung von Oral und Anal
- der Grapefruit-Blowjob als Hilfsmittel-Klassiker
Ein Blowjob-Fetisch entsteht, wenn diese Vorliebe die Session dominiert, und Dirty Talk beim Blasen funktioniert auch mit vollem Mund.
Oral mit anderen Praktiken kombinieren
Eine lange Session lebt vom Wechsel zwischen Oral und den Praktiken drumherum. 4 Kombinationen liegen für Sides nahe:
- Rimming als Vorspiel, bei dem die Zunge am Arsch statt am Schwanz arbeitet
- Frotting und Dry Humping, also Reibung Körper an Körper, mit Mundstimulation zwischendurch
- Sextoys, die die Hand ersetzen, während der Mund weitermacht
- Wichsen und Solo Play zu zweit, mit Oral als Wechsel zwischendurch
Poppers kommen in solchen Sessions häufig vor, samt allem zu Rausch, Safer Use und Rechtslage.
Hygiene und Risiko: Safer Oral Sex
Blasen trägt ein geringeres Risiko als Analverkehr, bleibt aber eine Übertragungsroute. Das Risiko für HIV (Humanes Immundefizienz-Virus) ist beim Blasen gering. 4 andere Infektionen laufen dagegen regelmäßig über den Mund: Gonorrhoe, Syphilis, Chlamydien und Herpes. Im Rachen verlaufen sie häufig symptomlos. Kondome senken das Risiko, regelmäßige Tests bringen frühe Klarheit.
Bei der Hygiene geht es um 2 verschiedene Dinge. Frischer Atem und gepflegte Zähne sind eine Frage des Komforts. Verletzungen im Mund sind eine Frage des Risikos: Blutendes Zahnfleisch und kleine Wunden erleichtern eine Übertragung. Deshalb ist Zähneputzen direkt vor dem Blasen die schlechtere Wahl, Mundspülung oder ein zeitlicher Abstand die bessere.
Wie hoch das Risiko je Infektion ist und was konkret schützt, liest du in Safer Oral Sex. Was für Schwanz, Eier und Arsch gilt, klärt die Sexualhygiene.
Autofellatio und Solo-Oral
Autofellatio bezeichnet das Blasen am eigenen Schwanz. Für eine Minderheit klappt es, und Wirbelsäule und Proportionen geben den Rahmen vor. Beweglicher wirst du mit Training, aber nur bis zu einem gewissen Punkt.
Was dafür nötig ist und woran es meistens scheitert, zeigt sich selbst einen blasen. Verwandt ist das Death-Grip-Syndrom: Es entsteht durch jahrelangen Griff mit hohem Druck, und die nötige Stimulation liegt dann über dem, was ein Mund erzeugen kann.
Häufige Fragen zu Oralsex
Wie trainiert man den Würgereflex ab?
Durch schrittweise Gewöhnung in kleinen Dosen. Der Reflex sitzt am hinteren Gaumen und reagiert schwächer, wenn er regelmäßig ausgelöst wird. Wichtig sind Pausen und eine Position mit freier Kopfbewegung. Die Details stehen in Würgereflex abtrainieren.
Ist Blasen ohne Kondom riskant?
Für HIV ist das Risiko gering, für andere Infektionen deutlich höher. Gonorrhoe und Syphilis werden häufig oral übertragen und verlaufen im Rachen oft beschwerdefrei. Regelmäßige Tests sind hier die wichtigste Gewohnheit: Wer eine Infektion früh entdeckt, kann sie behandeln lassen und unterbricht die Kette.
Worauf kommt es beim ersten Blowjob an?
Darauf, dass die Zähne wegbleiben und du ruhig weiteratmest. Eine Position mit freier Kopfbewegung nimmt den Druck raus, die Hand am Schaft übernimmt den Rest. Tiefe kommt später dazu.
Wovon hängt der Spermageschmack ab?
Vor allem von Ernährung und Flüssigkeitszufuhr, dazu von Rauchen und Alkohol. Der Effekt ist real, fällt aber kleiner aus als oft behauptet. Er stellt sich außerdem erst nach ein paar Tagen ein.
Worin unterscheiden sich Blowjob und Deep Throat?
Beim Blowjob bleibt der Schwanz im vorderen Mundraum, beim Deep Throat geht er durch den Rachen. Deep Throat verlangt Kontrolle über den Würgereflex und eine passende Kopfhaltung. Es ist damit eine eigene Technik, die auf Kontrolle beruht statt auf Kraft.