☆ Den Gay Blog bei Google bevorzugen
Table of Contents
Fast jeder hält sich für gut im Blasen. Die Erfahrung spricht dagegen, sonst gäbe es weniger Blowjobs, die man höflich als mittelmäßig beschreibt. Zähne im Spiel, ein trockener Mund, zehn Minuten derselbe Rhythmus.
Ein Blowjob ist die orale Stimulation des Penis mit Lippen, Zunge und Händen. Was dabei ankommt, hängt an drei Dingen: an Feuchtigkeit, an Abwechslung und daran, ob dein Gegenüber eine Vorhaut hat. Der letzte Punkt verändert den Handgriff am stärksten, und genau der fehlt in den meisten Anleitungen.
Was am Penis überhaupt empfindlich ist
Drei Zonen zählen: die Eichel, das Frenulum an der Unterseite und die Vorhaut, sofern vorhanden. Die verbreitete Aussage, die Eichel besitze die meisten Nervenenden, ist so nicht haltbar. Sie ist überwiegend von freien Nervenendigungen versorgt, dazu kommen vereinzelte Vater-Pacini-Körperchen (Cox 2015).
Die dichteste Ansammlung von Meissner-Körperchen sitzt in der Vorhaut. Das sind die Rezeptoren für feine Berührung und Bewegung, beschrieben in histologischen Arbeiten seit 1996.
Ob eine Vorhaut den Penis insgesamt empfindlicher macht, ist offen. Zwei Messreihen kommen zu gegensätzlichen Ergebnissen. 2007 reagierte die Eichel bei 159 getesteten Männern unbeschnitten empfindlicher. 2016 fanden vier Messverfahren an 62 Männern keinen Unterschied. Ein systematischer Review hält der älteren Arbeit vor, dass die Signifikanz nach Korrektur für 19 Vergleiche verschwindet.
Für dich im Bett bringt der Streit um die Sensibilität wenig. Beide Messreihen erfassten Berührung im Ruhezustand. Wie sich das beim Sex anfühlt, hat niemand geprüft. Das Frenulum ist in jedem Fall nervenreich, und die meisten Männer melden dort sehr deutlich zurück.
Mit Vorhaut oder ohne, der eigentliche Unterschied
Ob eine Vorhaut da ist oder nicht, ist die meistgestellte Frage zum Blasen, und sie hat eine anatomische Antwort. Die Vorhaut ist eine bewegliche Hautdoppelung, die über die Eichel gleitet und einen Teil der Bewegung übernimmt. Ohne sie liegt die Eichel dauerhaft frei, und dein Mund muss diese Bewegung selbst erzeugen.
Unbeschnitten: die Vorhaut spielt mit
Du kannst die Vorhaut über die Eichel wandern lassen, statt nur die Eichel zu bearbeiten. Manche mögen es, wenn du sie mit den Lippen mitnimmst, andere wollen die Eichel frei. Frag oder schau hin, das kostet zwei Sekunden.
Die eine harte Regel: was du zurückstreifst, schiebst du wieder nach vorn. Bleibt eine zurückgestreifte Vorhaut hinter dem Eichelrand eingeklemmt, heißt das Paraphimose. Das ist ein urologischer Notfall, weil die Vorhaut die Blutgefäße abschnürt. Betroffen sind rund 1 % aller Männer über 16. Warnzeichen sind Schwellung, starker Schmerz, Rötung und eine dunkle oder bläuliche Verfärbung. Bei Schwellung und Verfärbung gehört er sofort in die Notaufnahme.
Lässt sich die Vorhaut nicht ohne Kraft zurückschieben, ziehst du nicht. Eine Vorhautverengung betrifft rund 3,4 % der erwachsenen Männer. Mehr dazu steht im Beitrag zu Phimose und Vorhautverengung.
Ein kurzes Frenulum reißt leichter, als es aussieht. Passiert es, hältst du 10 bis 15 Minuten leichten Druck auf die Stelle. Das reicht in den meisten Fällen. Die Wunde heilt üblicherweise in 7 bis 14 Tagen. Blutet es stark oder hört es nicht auf, gehört das genäht. Wie häufig solche Risse sind, ist nicht erhoben, dazu gibt es keine Zahlen.
Und noch etwas: Knabbern an der Vorhaut ist keine gute Idee. Für Bisse an Händen liegt die Infektionsrate bei 10 bis 30 %. Für Genitalhaut gibt es keine eigenen Daten, die Zahl lässt sich also nicht übertragen. Der Mund bleibt trotzdem voller Bakterien.
Beschnitten: was sich wirklich ändert
Die Eichel liegt frei, die mitlaufende Haut fehlt, deine Hand oder dein Mund übernimmt diese Bewegung. Der oft gehörte Satz, ein beschnittener Penis brauche mehr Gleitmittel, ist eine Ableitung ohne Studienbasis. Es gibt schlicht keine kontrollierte Untersuchung dazu. Was für und gegen den Eingriff spricht, steht im Beitrag zur Beschneidung beim Mann.
Auch die These, die freiliegende Eichel verhorne stärker, hält nicht. Histologische Untersuchungen an Gewebeproben fanden keinen Unterschied in der Dicke der Hornschicht. Was bleibt, ist eine praktische Beobachtung: ohne mitlaufende Haut entsteht mehr direkte Reibung, und Reibung ohne Feuchtigkeit tut irgendwann weh.
Smegma ist eine Mischung aus abgeschilferten Hautzellen, Talg und Bakterien. Die alte Behauptung, Smegma selbst sei krebserregend, gilt als überholt. Der belegte Risikofaktor für Peniskarzinome ist HPV (humane Papillomviren), in Großbritannien nachgewiesen bei rund 63 % der Fälle. Wer duscht, bevor er ins Bett geht, hat das Thema erledigt.
Trockener Mund und was dagegen wirklich hilft
Ein trockener Mund ruiniert mehr Blowjobs als schlechte Technik. Drei Mittel stehen zur Wahl, und sie sind unterschiedlich gut belegt. Ein Glas Wasser neben dem Bett ist das einfachste davon.
Zuckerfreier Kaugummi steigert den Speichelfluss nachweislich, auch bei Mundtrockenheit. Eine Metaanalyse von 2023 fasst dazu sechs Studien zusammen. Für Xylit allein ist die Lage uneinheitlich, eine Untersuchung fand gar keinen Effekt.
Saure Bonbons regen den Speichel ebenfalls an, greifen dabei aber den Zahnschmelz an. Manche Sorten messen einen pH-Wert bis 1,8, während die Erosionsschwelle für Zahnschmelz bei 5,5 liegt. Gelegentlich ist das egal, als Dauerlösung nicht.
Wenn nichts hilft, nimm die Hand dazu und Gleitgel. Speichel ist ohnehin nur die bequemste Variante.
Gleitgel im Mund, was geht und was nicht
Gleitgel ist eine Zubereitung auf Wasser- oder Silikonbasis, die die Reibung senkt, wo Speichel nicht mehr reicht. Beim Blasen zahlt sich das vor allem aus, sobald Hand und Mund zusammenarbeiten. Aromatisierte Produkte gibt es für alle, die den Geschmack von Gleitgel oder Penis nicht mögen. Bei zwei verbreiteten Behauptungen lohnt der genaue Blick.
Silikonbasiertes Gleitgel stuft das amerikanische Giftinformationszentrum beim Verschlucken kleiner Mengen als unbedenklich ein. Der Hauptbestandteil Dimethicon wird nicht in den Körper aufgenommen. Das gilt für kosmetisch formulierte Produkte, technische Schmierstoffe sind etwas anderes. Die oft zitierte Angabe, ein Silikongel halte 10 bis 15 Minuten, ließ sich dagegen nirgends belegen. Zur Gleitdauer gibt es überhaupt keine geprüften Zahlen.
Zur Osmolalität gibt es Grenzwerte der Weltgesundheitsorganisation (WHO): 380 mOsm/kg als Zielwert, 1.200 mOsm/kg als Obergrenze. Die Grenzwerte stützen sich auf ein Tiermodell und Zellversuche zu rektalem und vaginalem Gewebe. Für die Mundschleimhaut wurde das nie geprüft. Welches Produkt wofür taugt, steht im Ratgeber zum Anal Gleitgel.
Tempo, Druck und Rhythmus
Die meisten sind zu schnell und zu fest. Vier Dinge kannst du verändern: Tempo, Druck, Winkel und wie viel Hand mitspielt. Wechsel eines davon alle paar Minuten, und der Unterschied ist sofort spürbar.
Mach die Lippen mal fest, mal weich. Werde langsamer, dann wieder schneller. Wer es richtig nass mag, findet die Variante beim Sloppy Blowjob. Nimm die Hand dazu und dreh sie beim Auf und Ab. So deckst du den unteren Teil des Schafts mit ab. Wechsel die Position, knie dich hin und such den Blickkontakt, dreh dich um, setz dich seitlich neben ihn. Manche Stellungen sind auch für dich bequemer, und das merkst du erst beim Ausprobieren.
Die Form spielt mit. Ein gerader oder nach oben gebogener Penis lässt sich in der 69er-Stellung leichter tief nehmen, bei anderen Formen suchst du den Winkel. Eine leichte Krümmung ist normal, bis etwa 20 Grad gilt sie als Normvariante. Jenseits von 30 Grad wird sie häufiger funktionell spürbar. Eine mögliche Ursache dafür ist die Induratio penis plastica, von der rund 9 bis 10 % der erwachsenen Männer betroffen sind.
Eine Sache ändert sich zum Schluss: Wenn er kurz vorm Kommen ist, bleib bei dem, was du gerade machst. Genau dann ist der falsche Moment für eine neue Idee.
Wohin das Sperma geht, klärt ihr vorher, nicht im Orgasmus. Schlucken, im Mund behalten, auf Brust oder Gesicht, alles davon ist gängig und keins davon selbstverständlich. Was dafür und dagegen spricht, steht im Beitrag zu Schlucken oder Spucken.
Und der Empfänger hat eine Aufgabe. Er darf stöhnen, etwas sagen oder dir eine Hand in den Nacken legen. Ohne Rückmeldung rät der andere nur.
Zähne, Kiefer und Pausen
Zähne sind die häufigste Beschwerde überhaupt. Der Trick ist simpel: Lippen leicht über die Zähne rollen, dann liegt Haut zwischen Zahn und Penis. Bei jedem tieferen Zug prüfst du kurz, ob die Lippen noch da sind, wo sie hingehören.
Nach ein paar Minuten fängt der Kiefer an zu ziehen. Zu Kieferbeschwerden durch Oralsex gibt es keine einzige veröffentlichte Untersuchung, weder Fallberichte noch Serien. Die allgemeine Literatur führt lange offen gehaltene Kiefer als Risikofaktor. Damit bleibt es bei einer Plausibilität.
Praktisch reicht es, den Mund abzulösen und mit der Hand weiterzumachen. Leg die Zunge an die Hoden, führ die Lippen am Schaft entlang und lass die Hand oben arbeiten. Ein vibrierendes Toy an der Eichel überbrückt die Pause ebenfalls. Der Kiefer erholt sich, und der Rhythmus reißt trotzdem nicht ab. Wie sich Hand und Mund sinnvoll abwechseln, steht ausführlich im Beitrag zum Gay Blowjob mit Hand und Mund.
Hoden und Damm
Der Damm ist der Bereich zwischen Hodensack und Anus, die Hoden liegen darüber im Hodensack. Beide Zonen sind empfindlich, und zwar in beide Richtungen. Drei Griffe funktionieren: sanftes Massieren, leichtes Ziehen und ein Hoden im Mund. Manche wollen davon gar nichts wissen, dafür gibt es keine Regel außer der Nachfrage.
Die Prostata sitzt hinter dem Damm, vor dem Rektum. Dass sie sich von außen über den Damm mitreizen lässt, wird oft behauptet, geprüft wurde es nie in einer eigenen Studie. Probier es aus, der Druck dort kommt bei den meisten gut an. Mehr zu beiden Zonen steht in den Beiträgen zu Hodenspielen und zur Prostata.
Tief nehmen und der Würgereiz
Der Würgereflex ist eine Schutzreaktion des Rachens, vermittelt über den Nervus glossopharyngeus und den Nervus vagus. Zu Deepthroat-Stellungen gibt es einen eigenen Beitrag, hier stehen die drei Punkte, die zählen. Öffne den Mund weit, arbeite dich am Schaft nach unten und such den Winkel, in dem der Penis rutscht. Erzwingen tut weh und bringt nichts.
Der Würgereflex lässt sich abtrainieren. Belegt ist das aus der Zahnmedizin, wo systematische Desensibilisierung nachweislich funktioniert. Für den Oralsex wurde es nie untersucht, die Übertragung bleibt eine Annahme.
Der kursierende Trick, den Daumen in die Faust zu drücken, ist nicht direkt untersucht. Es gibt eine verwandte Arbeit von 2008 mit 36 Probanden, bei der Druck auf einen bestimmten Punkt der Handfläche den Auslösepunkt nach hinten verschob. Als Beleg für die Geste, die im Netz kursiert, reicht das nicht.
Eine Korrektur zum Schluss: Würgen ist kein Zeichen besonderer Hingabe, sondern ein Reflex. Heftiges Würgen und Erbrechen können die Schleimhaut am Übergang von Speiseröhre und Magen einreißen lassen. Fallberichte, die das auf Deepthroat zurückführen, gibt es allerdings keine. Wenn es passiert, ist das kein Drama. Als Ziel taugt es trotzdem nicht. Details stehen bei Gagging und beim Thema Übergeben beim Blasen.
Was du dir beim Blasen einfangen kannst
Blasen ist risikoärmer als Analsex. Risikofrei ist es nicht. Vier Infektionen stehen im Vordergrund: Gonorrhoe, Syphilis, Herpes durch HSV (Herpes-simplex-Viren) und HPV (humane Papillomviren). Für HIV (humanes Immundefizienz-Virus) gibt es eine eigene Antwort.
Eine Gonorrhoe im Rachen merkst du meistens nicht. Während eine Infektion der Harnröhre zu 96 % Beschwerden macht, verlaufen Rachen und Enddarm überwiegend stumm. Eine Klinik in Seattle fand bei 6,5 % ihrer Patienten eine Infektion im Rachen, veröffentlicht wurde das 2007. Ohne Abstrich weißt du davon nichts.
Syphilis überträgt sich beim Blasen. Eine Untersuchung aus Chicago sah sich 325 infizierte Männer an, die Sex mit Männern haben. 66 von ihnen, also 20,3 %, hatten im fraglichen Zeitraum ausschließlich Oralsex. Veröffentlicht wurde das 2004 und für eine einzige Stadt, aktuelle große Daten dazu fehlen.
Bei Herpes läuft die Übertragung überwiegend vom Mund zum Genital. Mehr als 85 % der genitalen Infektionen mit HSV-1 gehen auf oral-genitalen Kontakt zurück. Mit einem Lippenherpes gehst du also besser nicht runter. Chlamydien im Rachen sind mit einem Median von 1,7 % seltener und verlaufen meist ohne Beschwerden.
HPV wirkt am längsten nach. Die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) stuft HPV 16 als krebserregend für Rachenkarzinome ein. Eine Fall-Kontroll-Studie von 2007 ermittelte für Männer mit einer oralen HPV-16-Infektion eine Odds Ratio von 14,6 für ein Rachenkarzinom. Eine zweite Studie rechnete 2021 die Zahl der Oralsexpartner gegen dasselbe Karzinom und kam bei über zehn Partnern auf eine Odds Ratio von 4,3. Gegen HPV gibt es eine Impfung.
Wo HIV dabei steht
Für HIV nennt die amerikanische Gesundheitsbehörde kein Risiko pro Akt, weil die Datenlage dafür zu dünn ist. Sie stuft es als gering, aber größer als null ein. Beziffert sind nur die Analsex-Zahlen: 138 Übertragungen pro 10.000 Kontakte beim rezeptiven, 11 pro 10.000 beim insertiven Analverkehr.
Ein verbreiteter Irrtum gehört hierher. Mundspülung schützt nicht vor einer Gonorrhoe im Rachen. Eine Pilotstudie mit 58 Teilnehmern hatte 2017 einen Effekt nahegelegt. Eine randomisierte Studie mit 530 Teilnehmern fand 2021 keinen. Sie zählte 7 % in der Spülgruppe gegen 4 % in der Kontrollgruppe, bei einem Konfidenzintervall, das die Null einschließt. Was hilft, sind regelmäßige Tests, die Impfung gegen HPV und Hepatitis, und im Zweifel ein Kondom. Wie viel ein Kondom beim Blasen konkret bringt, ist nie beziffert worden. Mehr dazu steht unter Safer Oral Sex.
FAQ
Muss ich die Vorhaut zurückstreifen?
Er entscheidet das. Manche mögen die freie Eichel, andere finden sie zu empfindlich. Wenn du sie zurückstreifst, schiebst du sie danach wieder nach vorn. Eine hinter dem Eichelrand eingeklemmte Vorhaut ist ein Notfall.
Braucht ein beschnittener Penis mehr Gleitgel?
Behauptet wird es oft, belegt ist es nicht. Es gibt keine kontrollierte Studie, die den Gleitmittelbedarf beschnittener und unbeschnittener Männer vergleicht. Die These, die freie Eichel verhorne stärker, wurde an Gewebeproben widerlegt.
Hat die Eichel wirklich die meisten Nervenenden?
So stimmt es nicht. Die Eichel ist vor allem von freien Nervenendigungen versorgt. Die dichteste Ansammlung von Meissner-Körperchen, den Rezeptoren für feine Berührung, sitzt in der Vorhaut. Ob das beim Sex einen Unterschied macht, hat nie jemand gemessen, also verlass dich lieber auf seine Reaktion.
Schützt Mundspülung vor Geschlechtskrankheiten?
Nein. Eine randomisierte Studie mit 530 Männern fand 2021 keinen Schutz vor einer Gonorrhoe im Rachen. In der Spülgruppe lag die Rate bei 7 %, in der Kontrollgruppe bei 4 %, und dieser Abstand ist statistisch nicht abgesichert.
Was mache ich, wenn das Bändchen einreißt?
Leichten Druck halten, 10 bis 15 Minuten lang. Das stoppt die Blutung meistens. Die Stelle heilt in der Regel in 7 bis 14 Tagen ab. Blutet es stark weiter, muss es genäht werden.
Ist Würgen ein gutes Zeichen?
Würgen ist ein Reflex. Abtrainieren lässt er sich, belegt ist das allerdings nur aus der Zahnmedizin. Heftiges Würgen und Erbrechen können die Schleimhaut am Übergang von Speiseröhre und Magen verletzen, deshalb taugt es nicht als Ziel.
