Magazin
Tom Rocket’s Schwulenmagazin beginnt dort, wo die Praxis endet. Von der Penisgröße über Pornodarsteller bis zur Geschichte der Glory Holes: Körperwissen, Szenebegriffe, Dating und queere Kultur stehen hier statt Anleitungen.
Die größte Rubrik heißt Vermischtes und sammelt, was sich sonst schwer einsortieren lässt, von der Penisgröße bis zu den Pornostars des Jahres. Wer stattdessen eine Anleitung sucht, findet sie bei den Praktiken, etwa unter Side und Ficken & Anal.
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Körper, Szene, Dating und Geschichte: die Themen des Schwulenmagazins
Neben den Praktiken beschäftigt schwule Männer einiges anderes, und genau das steht hier: der eigene Körper, die Szene und ihre Begriffe, Dating und Beziehungsformen, queere Geschichte, Pornokultur und Veranstaltungen. 9 Rubriken ordnen das Magazin, und jede hat ihre eigenen Schwerpunkte.
Anleitungen, Stellungen, Techniken und Hygiene zu den einzelnen Praktiken findest du dagegen unter Ficken & Anal, Side, Fisting, BDSM, Fetisch & Kink, Poppers und Health; BDSM steht dabei für Bondage, Dominanz, Sadismus und Masochismus.
- Vermischtes: Penisgröße, Intimpiercings, Pornokultur
- Dating, Beziehung & Liebe: Sexting, Escorts, Dreier, Beziehungsmodelle
- Veranstaltungen: Folsom Street Fair, Pride-Termine, Gedenktage
- Queer History: Glory Holes, Szenegeschichte, Porträts
- Identität & Selbstbild: Coming-out, FtM-Sex, Sextagebuch
- Gesellschaft & Community: Homophobie, Coming-out, Partylocations
- Gay Wiki: Szenebegriffe, Tribes, Darkroom-Knigge
- Erfahrungen queerer Menschen: Coming-out-Berichte, Schule, Beruf
- The Rocket Riders: die Comic-Reihe des Blogs
Vermischtes: Körper, Pornokultur und was sonst nirgends passt
Der Sammelbegriff Vermischtes birgt die meistgesuchten Themen des Schwulenmagazins. Es geht um den eigenen Körper, um Piercings, um Pornokultur und um Technik im Bett.
Der Rubrikname sagt dabei wenig darüber, was drinsteht. Wer Vermischtes öffnet, landet bei 4 Themen: Penis messen, Intim-Piercings, Penis Piercing und Gay Pornostars.
Dahinter steht eine breite Mischung. VR-Sex fragt, wie weit VR (Virtual Reality) einen Partner ersetzt. Chemsex ordnet den Begriff ein, den der britische Aktivist David Stuart geprägt hat. Abhängigkeitsrisiko und Hilfsangebote bekommen dort eigene Abschnitte. Dazu kommen Sex im Flugzeug, die Geschichte der Sextoys und Musik beim Sex.
Penisgröße, Piercings und Unterwäsche
Wie lang ein Penis im Schnitt ist, klärt Penis messen. Ein erigierter Penis ist im Schnitt 13,12 cm lang und 11,66 cm im Umfang. Das zeigt die Nomogramm-Studie von Veale aus dem Jahr 2015 mit bis zu 15.521 Männern. 20 cm liegen damit rund 4 Standardabweichungen darüber. Als zuverlässig gilt in der Forschung die Bone-pressed-Methode: das Lineal am Schambein durch das Fettpolster bis auf den Knochen ansetzen. Für den Kondomkauf zählt der Umfang, für den Vergleich die Länge. Rund 26 % der Männer sind Grower, ermittelt an 274 Teilnehmern.
Zum Körperschmuck führen 2 Beiträge weiter. Intim-Piercings für Männer sortiert 7 Arten nach ihrer Lage.
- Prinz Albert: durch die Harnröhre, Austritt unterhalb der Eichelspitze
- Reverse Prince Albert: von oben in die Harnröhre
- Apadravya: senkrecht durch die Eichel
- Ampallang: waagerecht durch die Eichel
- Frenum, auch Frenulum: durch das Vorhautbändchen, in Reihe gestochen ergibt es eine Ladder
- Hafada: durch die Hodenhaut, optisch statt funktional
- Guiche: zwischen Hodensack und After
Penis Piercing liefert die Heilzeiten. Prinz Albert braucht 4 bis 8 Wochen, Frenulum 6 bis 8 Wochen, Dydoe 2 bis 6 Monate. Ampallang und Apadravya liegen bei jeweils 3 bis 9 Monaten. Als Erststecker gilt Implantat-Titan als praktisch nickelfrei.
Um Unterwäsche geht es in Freeballing, also den Verzicht darauf. Der Text nennt die Zahlen einer YouGov-Erhebung unter 34.025 Erwachsenen in den Vereinigten Staaten. 7 % verzichten immer auf Unterwäsche, 40 % tragen sie durchgehend.
Pornodarsteller: die Liste, die sich jedes Jahr dreht
Wer gerade vorn liegt, sortiert Gay Pornostars nach Pornhubs Jahresranking, das jeden Dezember erscheint. Für 2025 führt Tyler Wu, dahinter Malik Delgaty, Sandro Jenner, Rhyheim Shabazz und Jkab Ethan Dale. Ein Jahr früher stand Malik Delgaty im zweiten Jahr in Folge vorn, gefolgt von Tyler Wu, Hunnypaint, Cade Maddox und Rhyheim Shabazz.
Wie schnell solche Ranglisten drehen, zeigt der Vergleich mit 2023. Von den 10 Namen jener Liste halten sich zwei Jahre später nur Tyler Wu und Rhyheim Shabazz in den Top 5. Porträtiert werden 14 Darsteller.
Malik Delgaty, Jahrgang 2000 und bürgerlich Justin Lesage, bezeichnet sich selbst als heterosexuell. Damit ist er ein bekanntes aktuelles Beispiel für gay for pay. Rhyheim Shabazz, Jahrgang 1981, gründete 2023 ein eigenes Studio. Die Arbeitsrealität beschreibt Wie bleiben Pornodarsteller am Set hart. Drehtage dauern dort bis zu 12 Stunden, dazu kommen sogenannte Fluffer. Wie Darsteller selbst Geld verdienen, erklärt OnlyFans starten.
Dating, Beziehung und Liebe
In Dating, Beziehung & Liebe dreht sich alles um die Nähe zwischen Männern. Um Fotos und ihre Fallstricke geht es in Sexting und Dickpics. Bezahlten Sex behandelt Gay Escorts, den Dritten im Bett Dreier.
Beziehungsformen bekommen eigene Texte. Beziehungstypen bei schwulen Männern sortiert die Modelle, Polykül grenzt den Begriff gegen Polyamorie ab und zeigt Strukturen wie V, Triade und Quad. Dazu kommen Texte zu FtM-Sex, zum Quickie und zu erogenen Zonen.
Queer History: ein Loch in der Wand, belegt seit 1707
Am weitesten zurück reicht in der Rubrik Queer History der Text zu Das Glory Hole, also zu einem Ort statt zu einem Gedenktag. Der Ausdruck ist älter als seine sexuelle Bedeutung. Als Rumpelkammer ist er seit 1825 belegt, ab 1849 als Ofenöffnung in der Glasbläserei, in der Seemannssprache als Vorratskammer.
Der älteste dokumentierte Fall stammt aus dem Jahr 1707. Die Prozessakte „Tryals of Thomas Vaughan and Thomas Davis“ behandelt einen Vorfall im Temple Bog-House in London, einer öffentlichen Abortanlage. Die Akte beschreibt, wie einer der Beteiligten aus der Nachbarkabine sein Glied durch ein Loch in der Trennwand schob. Die Begegnung war eine gestellte Falle. Vaughan, Davis und ihre Komplizen betrieben organisierte Erpressung mit der Drohung einer falschen Sodomie-Anzeige und wurden zu Pranger und Auspeitschung verurteilt.
Als feststehender Szenebegriff erscheint das Glory Hole zuerst 1949, im Glossar des „Gay Girl’s Guide“ von Swasarnt Nerf. Die Definition dort nennt ein Loch in Penisgröße in der Trennwand zwischen zwei Toilettenkabinen. 1984 schloss San Francisco die Bathhouses. Und 2020 empfahl die Gesundheitsbehörde der kanadischen Provinz British Columbia in ihren Corona-Hinweisen ausdrücklich Barrieren wie Wände. Die Idee dahinter war Sex mit Abstand zwischen den Gesichtern. Zur Rubrik gehört außerdem ein Porträt von Erika Lust, einer Pionierin des feministischen Pornos.
Gay Wiki: die Szenebegriffe
Begriffsklärungen sammelt das Gay Wiki. Den größten Teil machen die Tribes aus, darunter Otter, DILFs und Daddys, Gay Bären und Jocks. Ein Otter ist dabei kräftig behaart, im Körperbau aber schlanker als ein Bär.
Verhaltensregeln bekommen eigene Einträge, etwa der Darkroom-Knigge. Er behandelt Kleidung, Signale, Kommunikation und Sicherheit in 4 Abschnitten. Die vollständige Begriffssammlung samt Pride-Tagen steht im Archiv der Rubrik.
Termine, Szeneorte und die Comic-Reihe
Auf Termine und Orte kommen 3 weitere Rubriken. Veranstaltungen sammelt Termine und Orte, darunter den Bericht zur Folsom Street Fair, einer der größten Leder- und Fetischveranstaltungen weltweit. Den Rest bilden queere Gedenktage, etwa der Pansexuellen-Tag.
Gesellschaftsthemen sammelt Gesellschaft & Community. Dort stehen Homophobie, das Coming-out am Arbeitsplatz und das Leben als Schwuler auf dem Dorf, dazu eine Liste von Gay-Partylocations in Berlin und anderen Städten. Ganz aus der Reihe fällt The Rocket Riders, die einzige gezeichnete Serie des Blogs.
Häufige Fragen zum Schwulenmagazin von Tom Rocket’s
Was ist das Schwulenmagazin von Tom Rocket’s?
Das Schwulenmagazin im Gayblog von Tom Rocket’s bündelt Körperwissen, Szene, Dating, queere Geschichte und Pornokultur, alles jenseits der Anleitungen. Für die Praxis selbst, vom Analsex bis zu Poppers, springst du zu Ficken & Anal, Side, Fisting, BDSM, Poppers und Health. Als Community für Schwule bündelt das Schwulenmagazin dabei das Drumherum.
Welche Rubriken hat das Schwulenmagazin?
9 Rubriken ordnen das Schwulenmagazin, von Vermischtes über Dating bis zum Gay Wiki. Am größten sind Vermischtes mit den Körper- und Pornothemen, dann Dating, Beziehung & Liebe, Veranstaltungen und Queer History. Dazu kommen Identität & Selbstbild, Gesellschaft & Community und das Gay Wiki mit den Szenebegriffen. Kleiner sind Erfahrungen queerer Menschen und die Comic-Reihe The Rocket Riders.
Welcher Beitrag im Schwulenmagazin wird am meisten gelesen?
Vorn liegen 2 Themen. Penis messen liefert die Durchschnittswerte für Länge und Umfang, Gay Pornostars die jährlich wechselnde Rangliste. Beide stehen in der Rubrik Vermischtes, zusammen mit den Intimpiercings.
Wo findet man im Schwulenmagazin Anleitungen zu Sexpraktiken?
Anleitungen liegen in den 6 Facharchiven: Ficken & Anal, Side, Fisting, BDSM, Fetisch & Kink, Poppers und Health. Das Schwulenmagazin deckt stattdessen das Drumherum ab, also Körperwissen, Szenebegriffe, Beziehungsformen und Geschichte. Beiträge mit Bezug zu beidem stehen in beiden Archiven.
Kommen im Schwulenmagazin neue Beiträge dazu?
Ja. Neue Beiträge erscheinen laufend, zuletzt im August 2026, und jeder landet in der Rubrik, zu der sein Thema gehört. Am regelmäßigsten wachsen Veranstaltungen und Gedenktage, weil der Kalender jedes Jahr neue Termine liefert.