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title: "Welches Sextoy-Material ist sicher und welches gefährlich?"
description: "Nicht poröses Silikon gilt als sicherer, weiches PVC wird durch Weichmacher biegsam. Was Tests fanden, was das EU-Recht regelt und wie du Toys prüfst."
url: https://gay-blog.tomrockets.com/gefaehrliche-sextoys/
date_published: 2023-08-05
date_modified: 2026-10-16
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# Welches Sextoy-Material ist sicher und welches gefährlich?

## Inhaltsverzeichnis

- [Aus welchem Material sollte ein Sextoy sein?](#h-aus-welchem-material-sollte-ein-sextoy-sein)
- [Weichmacher in Sextoys: PVC, Jelly und Phthalate](#h-sextoys-aus-gummimischungen-mit-weichmachern-versetzt)
- [Was Tests in Sextoys gefunden haben: Vibratoren, Dildos und Plugs](#h-was-tests-in-sextoys-gefunden-haben-vibratoren-dildos-und-plugs)
- [Was das Gesetz bei Sextoys regelt](#h-gib-auf-dich-acht-kaum-gesetzliche-regelungen-bei-sextoy-materialien)
- [Können Sextoys Krankheiten übertragen? Poröse Materialien und geteilte Toys](#h-ungiftige-aber-dennoch-gefahrliche-sextoy-materialien)
- [Latexallergie: Wie häufig sie ist und woran du sie erkennst](#h-latexallergie-wie-haufig-sie-ist-und-woran-du-sie-erkennst)
- [Unsichere Sextoys erkennen: Kennzeichnung, Geruch und Händler](#h-unsichere-sextoys-erkennen-kennzeichnung-geruch-und-handler)
- [Gefährliche Formen bei Analtoys: Warum ein breiter Sockel zählt](#h-sextoys-mit-gefahrlichen-formen)
- [Elektrische Sextoys: Strom, Blei, lose Teile und Apps](#h-elektrische-sextoys-strom-blei-lose-teile-und-apps)

[Sextoys](https://gay-blog.tomrockets.com/sextoys-fuer-maenner/ "Sextoys") aus nicht porösen Materialien wie Silikon gelten als die sicherere Wahl. Weiches PVC, oft als „Jelly“ verkauft, wird durch Weichmacher biegsam. Tests finden in einzelnen Toys Schadstoffe und Sicherheitsmängel, auch bei teuren Marken. Ein eigenes EU-Gesetz für Sextoys gibt es nicht. Worauf du achten kannst: das Material, die Kennzeichnung, der Händler und bei [Analtoys](https://gay-blog.tomrockets.com/ficken-anal/analtoys-de/ "Analtoys") ein breiter Sockel.

## Aus welchem Material sollte ein Sextoy sein?

Für Vibratoren nennt eine Übersichtsarbeit (Rullo et al., 2018) Silikon, Hartplastik, Glas und Edelstahl als nicht toxische Materialien. Das ist eine Beratungsempfehlung der Autoren, kein Messergebnis. Als „Silikon“ beschriebene Vibratoren sind laut derselben Arbeit wahrscheinlich teils mit anderen Materialien gemischt.

Porös heißt: Das Material hat feine Poren. Ein US-Leitfaden für Frauenärzte (2019) nennt Toys aus nicht porösen Materialien am sichersten und am leichtesten sauber zu halten. Poröse Materialien solle man meiden, weil sie sich nicht desinfizieren lassen und das Material zerfallen kann.

Die Tabelle fasst zusammen, was die Quellen zu gängigen Materialien sagen:

| Material | Porös? | Was die Quellen sonst sagen |
| --- | --- | --- |
| Silikon | nein | Laut ÖKO-TEST (2012) selten allergieauslösend; Hautreaktionen (Kontaktdermatitis) durch Silikon sind in Fallberichten beschrieben |
| Edelstahl | nein | Metall nannte ÖKO-TEST (2012) für härtere Toys gut geeignet |
| Glas | nein | „Pyrex“ ist ein Markenname und nicht gleichbedeutend mit Borosilikatglas |
| Hartplastik (z. B. ABS) | nein | Einzelfall: Ein Stabvibrator aus hartem ABS überschritt 2006 in einer dänischen Untersuchung den Grenzwert für Cadmium deutlich |
| Weich-PVC („Jelly“, „Vinyl“) | keine Quelle stuft es ein | Weichmacher: siehe nächster Abschnitt |
| TPE (thermoplastisches Elastomer) und TPR (thermoplastischer Kautschuk) | keine Quelle stuft es ein | Befunde zu Keimen und Zusätzen weiter unten |
| Naturlatex | keine Quelle stuft es ein | Milchsaft des Kautschukbaums, dem bei der Herstellung Chemikalien zugesetzt werden |
| Cyberskin | keine Angabe | war in einer dänischen Untersuchung (2006) das thermoelastische Material SEBS |

„Nicht porös“ sagt nichts über Schadstoffe.

Die Deutsche Aidshilfe warnt in ihrem Ratgeber für Sexarbeit bei Toys aus Holz oder Plastik vor rauen Schweißnähten, Bruchstellen und Absplitterungen, an denen man sich verletzen kann.

## Weichmacher in Sextoys: PVC, Jelly und Phthalate

In Sextoys aus Weich-PVC waren die Weichmacher in Untersuchungen von 2006 bis 2012 vorwiegend Phthalate, eine Gruppe von Weichmachern. Welche Weichmacher heute in Weich-PVC-Toys üblich sind, fand die Recherche für diesen Ratgeber nicht; es gibt nur Einzelbefunde.

Eine Untersuchung für die dänische Umweltbehörde fand 2006: Hinter „Jelly“ steckte Weich-PVC mit bis zu 70 Prozent Weichmacher aus der Gruppe der Phthalate. 10 von 15 untersuchten Proben (Sextoys und Fetischartikel) enthielten Phthalate. Die Gesundheitsbewertung derselben Studie sah bei normaler Nutzung (Dildos: einmal pro Woche 15 Minuten) bei allen Produkten außer einem kein Gesundheitsrisiko. Bei maximaler Nutzung (Dildos: täglich eine Stunde) wies die Gesundheitsbewertung für mehrere Dildos ein geringes oder mögliches geringes Risiko aus.

Der Bundesregierung zufolge gab es 2011 kaum belastbare wissenschaftliche Daten zur Risikobewertung von Erotikartikeln, etwa zu Stoffübergängen bei Schleimhautkontakt. Insgesamt gab es laut Bundesregierung nur wenige Untersuchungen mit geringen Probenzahlen.

Die EU führt die Weichmacher DEHP, DBP, BBP und DIBP als fortpflanzungsgefährdend (Kategorie 1B). Seit 2017 führt die EU diese vier Phthalate auch als hormonschädigende Stoffe. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) können einige Phthalate das Hormonsystem beeinträchtigen.

Gesundheitliche Wirkungen von Phthalaten wurden laut BfR bisher vor allem in Tierstudien nachgewiesen. Es sei anzunehmen, dass sie in ähnlicher Form auch beim Menschen auftreten können; der direkte Nachweis sei schwierig. In einigen Beobachtungsstudien am Menschen fand sich ein Zusammenhang mit der männlichen Fortpflanzungsfähigkeit, in anderen nicht; über die Kausalität erlauben solche Studien keine Schlüsse.

Die gegenwärtige Phthalat-Aufnahme insgesamt stellt für erwachsene Verbraucher nach heutigem Wissen laut BfR kein bedeutsames gesundheitliches Risiko dar. Das bezieht sich auf die Gesamtaufnahme, nicht auf Sextoys.

Eine Studie an Frauen nach den Wechseljahren (2019, 419 Fälle, 838 Kontrollen) fand keinen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen Phthalat-Abbauprodukten im Urin und einem erhöhten Brustkrebsrisiko. Sextoys waren nicht Gegenstand der Studie.

Der Risikoausschuss der EU-Chemikalienagentur hielt 2012 fest: Die angenommene Aufnahme von Phthalaten über Schleimhäute bei Sextoys war wahrscheinlich zu niedrig angesetzt, weil Schleimhäute stark durchblutet sind. Die Expositionsschätzungen insgesamt hielt er zugleich für sehr vorsichtig („very worst case“).

In Laborversuchen löste öl-basiertes Gleitmittel deutlich mehr Weichmacher aus einem Sextoy als wasserbasiertes; [welches Gleitmittel zu welchem Material passt](https://gay-blog.tomrockets.com/welches-gleitgel-nutzen/), steht in einem eigenen Ratgeber.

## Was Tests in Sextoys gefunden haben: Vibratoren, Dildos und Plugs

Stiftung Warentest prüfte 2025 19 Sextoys: Nur sieben waren ohne Bedenken nutzbar, sechs bargen größere Sicherheitsrisiken, darunter auch teure Markenprodukte. Gründe waren Schadstoffe oder Schwächen beim Datenschutz. Im Test waren neun Vibratoren, drei Dildos, vier Masturbatoren und drei Analplugs. Sie wurden online von April bis Mai 2025 gekauft, mit Preisen von 12,45 bis 209 Euro.

Das Labor untersuchte die 19 geprüften Produkte auf fast 200 verschiedene Schadstoffe. Kunststoffe und Lack analysierte Stiftung Warentest dabei mindestens auf alle in der EU geregelten Phthalate.

Drei der 19 Produkte enthielten gesundheitsschädliche Substanzen. Zwei Toys wiesen hohe Mengen des hormonell wirksamen Nonylphenols auf. Der Ladekontakt eines Vibrators gab mehr Nickel ab, als gesetzlich erlaubt ist.

Der österreichische Verein für Konsumenteninformation (VKI) prüfte 2025 gemeinsam mit Stiftung Warentest 18 in Österreich erhältliche Lovetoys. Fünf sollten nicht bedenkenlos genutzt werden, weil sie Daten an die Hersteller senden oder gesundheitlich problematische Substanzen enthalten.

Schon 2019 hatten VKI und Stiftung Warentest gemeinsam 16 Produkte geprüft, darunter zehn Vibratoren, drei Liebeskugeln und drei Penisringe. Vier davon bewertete der VKI mit „nicht zufriedenstellend“. In der mitgelieferten Maske eines Umschnallvibrators fand das Labor sehr hohe Gehalte des Weichmachers DEHP; den [Vibrator](https://gay-blog.tomrockets.com/vibratoren/ "Vibrator") selbst nennt der VKI „an sich in Ordnung“. Ein Vibrator gab über den Ladekontakt so viel Nickel ab, dass er nicht hätte verkauft werden dürfen.

Laut einem Bericht der EU-Chemikalienagentur (2013) fand die niederländische Warenbehörde 2009 in 18 von 71 Erotikartikeln den Weichmacher DINP (6 bis 77 Prozent). In 8 Artikeln fand sie DIDP (14 bis 55 Prozent). Demselben Bericht zufolge enthielten zwei Dildos aus PVC aus bayerischen Proben von 2011 bis 2012 48 und 49 Prozent DIDP. Eine künstliche Vagina enthielt 48,8 Prozent DEHP.

Die EU-Chemikalienagentur hielt 2013 ein Risiko durch die Weichmacher DINP und DIDP in Sextoys für nicht wahrscheinlich, betonte aber große Unsicherheiten. Veröffentlichte Daten dazu, wie viel über die Schleimhaut von Vagina oder Analkanal aufgenommen wird, gab es nicht.

Im EU-Schnellwarnsystem Safety Gate stehen einzelne Fälle von [Sexspielzeug](https://gay-blog.tomrockets.com/aufbewahrung-sexspielzeug/ "Sexspielzeug") mit Phthalat-Messwerten:

- 2025 meldete Luxemburg ein Toy (Herkunft China) mit 6 Prozent DEHP und 0,15 Prozent DBP im Kunststoff; Rechtsgrundlage war die REACH-Verordnung.
- 2025 meldete Luxemburg einen Bullet-Vibrator (Herkunft China), dessen Teile unter anderem je 45 g/kg DEHP und DBP sowie 65 g/kg Blei enthielten. Das Kabel wies 0,97 Prozent kurzkettige Chlorparaffine auf. Rechtsgrundlagen waren die RoHS-Richtlinie und die POP-Verordnung.
- 2025 meldete Luxemburg einen Satisfyer (Herkunft China): Die Meldung nennt 0,19 Prozent DEHP im Knickschutz des USB-Kabels; Rechtsgrundlage war die RoHS-Richtlinie.

Neben Phthalaten beanstandeten Behörden auch andere Stoffe. 2014 meldete Deutschland einen Leder-Hodenstrecker mit 873 mg/kg Benzidin. 2017 meldete Schweden einen [Dildo](https://gay-blog.tomrockets.com/gay-dildo/ "Dildo") aus Weich-PVC mit bis zu 0,44 Prozent kurzkettigen Chlorparaffinen.

In einer kleinen US-Laborstudie (Sipe et al., 2023) enthielten alle vier untersuchten Sextoys Phthalate. Die Forscher betonen, das sei für Sextoys als Produktklasse nicht repräsentativ. Ein Doppelvibrator aus der Gummimischung Polyisopren enthielt den Weichmacher DnOP.

## Was das Gesetz bei Sextoys regelt

Die EU-Kommission will laut ihrer Antwort von 2024 auch in naher Zukunft kein eigenes Gesetz für Sextoys vorschlagen. Sextoys fallen unter die allgemeine Produktsicherheit, soweit nicht spezielleres EU-Recht gilt: Sie müssen sicher sein, wenn sie auf den Markt kommen.

Seit dem 13. Dezember 2024 gilt die EU-Produktsicherheitsverordnung. Laut EU-Kommission erfasst sie auch Sextoys. Für Produkte der allgemeinen Produktsicherheit gibt es keine CE-Pflicht.

Seit dem 7. Juli 2020 gilt in der EU eine Grenze für vier Phthalate (REACH-Verordnung, Anhang XVII, Eintrag 51). Erzeugnisse dürfen nicht mehr auf den Markt kommen, wenn ihr weichmacherhaltiges Material 0,1 Gewichtsprozent oder mehr DEHP, DBP, BBP oder DIBP enthält. Sexspielzeug ist darin nicht eigens genannt, aber auch nicht ausgenommen. 2023 meldeten die Niederlande im EU-Schnellwarnsystem Safety Gate einen [Analplug](https://gay-blog.tomrockets.com/analplug-anwendung/ "Analplug") (Herkunft Mexiko) mit 0,16 Prozent DEHP nach der REACH-Verordnung.

Ware, die vor dem 7. Juli 2020 bereits in Verkehr gebracht wurde, ist ausgenommen. Silikonkautschuk und natürliche Latexbeschichtungen fallen nicht unter die Materialdefinition dieser Regel; über den Phthalatgehalt von Silikon-Toys sagt das nichts.

Für Elektro- und Elektronikgeräte gilt statt dieser Regel die RoHS-Richtlinie. Elektronische Sextoys fallen unter diese EU-Elektrogeräte-Richtlinie, so eine schwedische Studie von 2019, und Behörden prüfen Vibratoren danach. Seit Juli 2019 dürfen darin DEHP, BBP, DBP und DIBP je höchstens 0,1 Gewichtsprozent eines Werkstoffs ausmachen. Hersteller bringen nach erfolgreicher Konformitätsbewertung die CE-Kennzeichnung am Gerät an.

Nach der EU-Chemikalienverordnung REACH sind die Weichmacher DINP, DIDP und DNOP nur in Spielzeug und Babyartikeln beschränkt, die Kinder in den Mund nehmen können. Sextoys nennt diese Regel nicht. Für andere Produktgruppen gelten jeweils eigene Phthalat-Regeln.

Seit 2021 gibt es mit ISO 3533:2021 eine internationale Norm für Sextoys mit Genital- oder Analkontakt; sie legt Anforderungen an Material, Design und Nutzerinformation fest. ISO-Normen sind freiwillig, sofern sie nicht in Rechtsvorschriften übernommen werden; eine solche Übernahme wurde für ISO 3533 nicht gefunden. Stiftung Warentest prüfte 2025 unter anderem die Oberflächentemperatur in Anlehnung an ISO 3533.

Für Deutschland ordnete die Bundesregierung Erotikartikel 2011 „in der Regel“ als Bedarfsgegenstände nach dem Lebensmittelgesetzbuch (LFGB) ein, mit Prüfung im Einzelfall. Dazu zählen unter anderem Gegenstände, die nicht nur vorübergehend mit dem Körper in Berührung kommen. Das LFGB verbietet, Bedarfsgegenstände so herzustellen oder in Verkehr zu bringen, dass sie die Gesundheit durch ihre stoffliche Zusammensetzung schädigen können. Das gilt bei bestimmungsgemäßem oder voraussehbarem Gebrauch.

Hersteller und Importeure müssten in eigener Verantwortung sicherstellen, dass die Produkte sicher sind, schrieb die Bundesregierung 2011. Eine Stellungnahme des BfR zur chemischen Sicherheit von Erotikartikeln lag damals nicht vor, Sicherheitssiegel waren der Bundesregierung nicht bekannt.

## Können Sextoys Krankheiten übertragen? Poröse Materialien und geteilte Toys

Laut Deutscher Aidshilfe sind geteilte Sextoys ein möglicher Übertragungsweg für sexuell übertragbare Infektionen. Benutzt nur eine Person ein Toy, ist es mit Blick auf die Übertragung von Infektionen sicher.

In einer kleinen US-Studie mit zwölf Frauen (Anderson et al., 2014) war HPV auf einem Vibrator aus TPE teils noch 24 Stunden nach dem Säubern nachweisbar. Auf einem Silikon-Vibrator war HPV nicht mehr nachweisbar. Direkt nach dem Säubern waren beide noch teilweise positiv.

„Nicht porös“ heißt also nicht „keimfrei“. Gemessen wurden HPV-Spuren, eine Ansteckung wurde nicht untersucht.

Bis 2018 war außer HPV kein Erreger auf Übertragung über Vibratoren untersucht (Übersichtsarbeit von Rullo et al., 2018). Forscher vermuten, dass Toys aus poröseren Materialien potenziell Bakterien und Erreger sexuell übertragbarer Infektionen beherbergen können (Collar et al., 2022, Studie bei Frauen).

Die Deutsche Aidshilfe rät, Toys vor jeder Weitergabe gründlich zu säubern oder ein neues [Kondom](https://gay-blog.tomrockets.com/wichsen-mit-kondom/ "Kondom") drüberzuziehen. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit rät zu Kondomen auf geteiltem Sexspielzeug, vor jeder Weitergabe ein neues und bei jedem Wechsel zwischen Scheide und Po. Stiftung Warentest (2025) rät, bei mehreren Personen oder beim Wechsel der Körperöffnung ein Kondom über das Toy zu ziehen und zu wechseln oder das Toy gründlich zu säubern. Ein Kondom verringert das Risiko einer Übertragung, schließt es aber nicht aus, schreibt ein US-Leitfaden für Frauenärzte (2019).

Eine ältere Broschüre der Deutschen Aidshilfe für schwule Männer (laut Dateiname von 2008) nennt als Erreger, die beim Teilen von Toys übertragen werden können, Darmparasiten und Hepatitisviren.

Bei Jelly-Toys mit Weichmachern kann laut einer Übersichtsarbeit (Rullo et al., 2018) ein Kondom über das Toy gezogen werden. Ob das vor den Weichmachern schützt, dazu fand die Recherche für diesen Ratgeber keine Messung.

Beim wechselnden Gebrauch von Toys nennt die Aids-Hilfe Dresden (2020) für [HIV](https://gay-blog.tomrockets.com/hiv/ "HIV") und [Hepatitis](https://gay-blog.tomrockets.com/hepatitis/ "Hepatitis") B eine Verletzung des Darms als Risiko. Bei [Tripper](https://gay-blog.tomrockets.com/gonorrhoe-symptome/ "Tripper") und [Chlamydien](https://gay-blog.tomrockets.com/chlamydien-infektion/ "Chlamydien") besteht laut ihr ein Risiko, wenn infektiöse Flüssigkeit auf die Schleimhaut kommt, vor allem beim Teilen von Toys. Die Aids-Hilfe Dresden ist ein regionaler Verein ohne Studienangaben.

Die STI-Leitlinien der US-Gesundheitsbehörde CDC (2021) halten im Abschnitt zu Frauen, die Sex mit Frauen haben, fest, dass HPV auf Gegenständen wie Sextoys überdauern kann. In einem undatierten RKI-Dokument für den öffentlichen Gesundheitsdienst wird verunreinigtes Sexspielzeug als möglicher Übertragungsweg für Mpox genannt; empfohlen wird, Sexspielzeug nicht gemeinsam zu nutzen.

[Wie du Sextoys je nach Material reinigst](https://gay-blog.tomrockets.com/toy-cleaner-guide-2/), steht in einem eigenen Ratgeber.

## Latexallergie: Wie häufig sie ist und woran du sie erkennst

Der Allergikerverband DAAB schätzt, dass rund zwei Prozent der Bevölkerung gegen Naturlatex sensibilisiert sind.

Bei einer Latexallergie sind auch lebensbedrohliche Reaktionen möglich, bis zum anaphylaktischen Schock. Beim Soforttyp treten die Symptome laut Allergieinformationsdienst unmittelbar bis etwa eine Stunde nach dem Kontakt auf. Beim Spättyp zeigen sie sich meist erst mehr als zwölf Stunden später. Wer betroffen ist, sollte Naturlatex meiden.

Juckt oder schwillt es beim Sex mit Kondomen, solltest du eine Latexallergie bei einem Allergologen abklären lassen, rät der Allergieinformationsdienst; latexfreie Kondome gibt es.

## Unsichere Sextoys erkennen: Kennzeichnung, Geruch und Händler

Unsichere Sextoys lassen sich von außen nicht sicher erkennen. Kennzeichnung, Geruch und Händler geben nur Hinweise.

Werbebegriffe helfen wenig: Für „body safe“ oder „phthalatfrei“ fand die Recherche für diesen Ratgeber keine Rechtsgrundlage, die solche Angaben festlegt oder vorschreibt. In Vortests einer US-Laborstudie (Sipe et al., 2023) war ein als „phthalatfrei“ beworbenes Toy nicht phthalatfrei. Ein anderes trug zugleich die Aufdrucke „body safe“ und „nicht für sichere Nutzung bestimmt“. Das sind Einzelbefunde, keine Marktquote.

Stiftung Warentest prüfte 2025 die Kennzeichnung der Verpackung in Anlehnung an die Norm ISO 3533. Unter anderem achteten die Tester auf:

- Hersteller mit Kontaktdaten
- Material, das mit dem Genital- oder Analbereich in Kontakt kommt
- vorgesehener und nicht vorgesehener Gebrauch
- Lieferumfang

Das ist ein Prüfrahmen, keine gesetzliche Pflicht. Im Test fanden sich Anbieter, die nur lückenhaft zur sicheren Nutzung informierten.

ÖKO-TEST riet 2012, an Toys zu riechen und bei stinkendem Kunststoff die Finger davon zu lassen. Die Verbraucherzentrale NRW schränkt das für den Fall einer chemisch riechenden Sexpuppe aus TPE ein. Ein unangenehmer Geruch spreche für mangelhaftes Chemikalien- und Qualitätsmanagement bei der Herstellung, sei aber kein Beweis dafür, dass Schadstoffe ausdünsten.

Beim Händler rät die Verbraucherzentrale NRW zu Online-Käufen nur bei einer Firmenadresse in der EU. Produkte von Händlern außerhalb der EU müssten nicht den europäischen Gesetzen entsprechen.

Verbraucher können beim Händler außerdem eine Schadstoffanfrage nach dem europäischen Chemikaliengesetz REACH stellen. Sind gelistete, besonders besorgniserregende Stoffe zu mehr als 0,1 Prozent enthalten, muss der Händler binnen 45 Tagen antworten. Brauchbare Antworten seien allerdings unwahrscheinlich, warnt die Verbraucherzentrale.

In einer dänischen Untersuchung von 2006 empfahlen alle befragten Sexshops Silikon-Toys als die sichersten, gaben aber an, dass ihnen Angaben zur Materialzusammensetzung fehlten. Laut der Studie wussten die Läden sehr wenig über die Materialien. Ein sehr großer Teil der Ware stammte damals aus Fernost, meist ohne Materialangabe.

## Gefährliche Formen bei Analtoys: Warum ein breiter Sockel zählt

Sextoys für den Po brauchen einen breiten Sockel oder eine Rückholschnur, damit sie nicht im Darm verschwinden, schreibt eine Übersichtsarbeit (Rullo et al., 2018). Die Deutsche Aidshilfe rät in einer älteren Broschüre für schwule Männer (laut Dateiname von 2008) außerdem zu einer glatten Oberfläche: Nähte oder spitze Stellen können die Darmschleimhaut verletzen.

Stiftung Warentest rät zu Analtoys mit Stopper, damit sie nicht zu tief eindringen, und davon ab, Toys nur für die vaginale Nutzung anal zu verwenden. Laut Stiftung Warentest haben Analplugs meist eine konische Form mit breiter Basis, die ein zu tiefes Eindringen verhindert. Laut dpa-Bericht zum Test nannten die Tester weitere Sicherheitsmängel, etwa einen Analplug, dessen Glitzerstein sich zu leicht lösen ließ. Laut dpa-Bericht wurde außerdem ein Dildo auch für die anale Nutzung beworben, obwohl er dafür so groß ist, dass ein Verletzungsrisiko besteht.

In einem Stockholmer Krankenhaus kamen von 2009 bis 2017 85 Patienten mit einem steckengebliebenen Gegenstand im Enddarm. 76 Prozent von ihnen waren Männer. In 41 Prozent der Fälle handelte es sich um Sextoys, der Rest waren vor allem Dosen, Flaschen, Kerzen und Nahrungsmittel.

Die Autoren der Stockholmer Studie (Dahlberg et al., 2019) vermuten, eine Sicherheitsschnur oder ein ausreichend großer Stopper hätte das Steckenbleiben der Dildos verhindern können. Die Gegenstände ließen sich im Darm schwer greifen.

Laut einer US-Auswertung von Notaufnahmedaten (1995 bis 2006), zitiert in der Stockholmer Studie, betrafen 78 Prozent der [Verletzungen](https://gay-blog.tomrockets.com/fisting-verletzungen/ "Verletzungen") durch Sexspielzeug den Enddarmbereich. Neuere US-Daten liefert eine Hochrechnung (Loria et al., 2023). Für 2012 bis 2021 schätzen sie 38.948 Notaufnahmebesuche wegen Fremdkörpern im Enddarm bei Personen ab 15 Jahren. 55,4 Prozent der Gegenstände waren Sexspielzeuge.

Was zu tun ist, [wenn ein Toy im Po stecken bleibt](https://gay-blog.tomrockets.com/dildo-ersatz/), steht in einem eigenen Ratgeber.

## Elektrische Sextoys: Strom, Blei, lose Teile und Apps

Bei elektrischen Sextoys kommen zu den Fragen des Materials Risiken durch Strom, Bauteile und Elektronik dazu.

Im EU-Schnellwarnsystem Safety Gate finden sich dazu unter anderem zwei Rückrufe. 2021 rief Finnland ein Sex-Massagegerät zurück, weil Isolierung und Abstände unzureichend waren; Nutzer konnten spannungsführende Teile berühren und einen Stromschlag erleiden. 2026 meldete Irland einen rotierenden Vibro-Dildo, bei dem sich Teile lösen und den inneren Schaft freilegen konnten, mit Verletzungsgefahr; der Rückruf erfolgte freiwillig.

Mehrere Meldungen betrafen Blei: EU-Behörden gingen 2025 und 2026 gegen mehrere elektrische Sextoys vor, mit Rücknahme vom Markt, Vertriebsverbot oder Zurückweisung an der Grenze. Lötstellen oder Metallteile hatten einen zu hohen Bleigehalt, überwiegend beanstandet nach der RoHS-Richtlinie. Als Risiko nennen diese Meldungen die Umwelt; nur in einem Fall heißt es, Blei sei gesundheitsschädlich.

Bei Überhitzung im Dauerbetrieb und Wasserdichtheit fand Stiftung Warentest 2025 bei den getesteten Produkten keine Probleme. Der Rat der Tester: Toys regelmäßig auf Kabelbrüche, defekte Schalter, beschädigte Ladeanschlüsse, Risse oder Verfärbungen prüfen; Toys mit fest verbautem Akku gehören in den Elektroschrott.

Manche Vibratoren für außen haben offene oder locker sitzende Batteriefächer. Sie sind deshalb laut einer Übersichtsarbeit (Rullo et al., 2018) möglicherweise nicht sicher für die Anwendung in der Vagina.

Stiftung Warentest stufte 2025 indiskrete Apps als Sicherheitsrisiko ein: Drei teure App-gesteuerte Toys sendeten im Test intime Nutzungsdaten an die Hersteller. Die Tester raten, die Toys ohne App zu nutzen.

Zur Elektrostimulation liegen nur Hinweise von Herstellern vor. Herstellerhandbücher von E-Stim-Geräten untersagen teils, Elektroden oberhalb der Taille anzuschließen. Teils warnen sie, Strom durch Herz, Hals oder Kopf könne tödlich sein. Bei einem Herzschrittmacher raten sie teils ganz ab, teils zu ärztlicher Rücksprache.

## FAQ

### Ist „medizinisches Silikon“ bei Sextoys sicher?

Eine Behörden- oder Normdefinition für „medizinisches Silikon“ bei Sextoys fand die Recherche für diesen Ratgeber nicht. Ein Einzelbefund aus einer US-Laborstudie (Sipe et al., 2023): Ein Vibrator, der laut Verpackung aus „medizinischem Silikon“ bestand, enthielt eine Silikonmischung mit sieben verschiedenen Phthalaten. Die Konzentrationen waren niedrig. Laut den Autoren lagen die Phthalate aber in allen vier untersuchten Toys über den Schwellen für Gefahrenhinweise.

### Setzen Sextoys Mikroplastik frei?

Unter künstlichem Abrieb setzten vier Sextoys einer US-Laborstudie (Sipe et al., 2023) Mikro- und Nanoplastik frei, das Analtoy am meisten, der externe Vibrator am wenigsten. Gemessen wurde mit einer Abriebmaschine, nicht am Körper. Eine Messung im realen Gebrauch fand die Recherche für diesen Ratgeber nicht.

### Ist TPE in Sextoys gesundheitsschädlich?

Pauschal lässt sich das für TPE in Sextoys nicht sagen. Die Verbraucherzentrale NRW beurteilte den Fall einer Sexpuppe aus TPE. Laut ihr weiß außer dem Hersteller niemand, welche Zusätze im Kunststoff stecken; Weichmacher seien eher in PVC als in TPE zu erwarten.

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