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title: "Fußfetisch unter Männern und die Lust am Fußsex"
description: "Fußfetisch unter Männern: welche Spielarten es gibt, was Fußsex ausmacht und was die Forschung zu schwulen Fußfetischisten sagt."
url: https://gay-blog.tomrockets.com/fussfetisch/
date_published: 2024-08-15
date_modified: 2026-07-25
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# Fußfetisch unter Männern und die Lust am Fußsex

## Inhaltsverzeichnis

- [Die vielen Gesichter des Fußfetischismus](#die-vielen-gesichter-des-fussfetischismus)
- [Lust auf Fußsex?](#lust-auf-fusssex)
- [Wie entsteht ein Fußfetisch?](#wie-entsteht-ein-fussfetisch)
- [Fußfetisch in der schwulen Szene](#fussfetisch-in-der-schwulen-szene)
- [Kulturelle Anzeichen für Fußfetischismus](#kulturelle-anzeichen-fur-fussfetischismus)
- [Dinge zum Ausprobieren](#dinge-zum-ausprobieren)
- [Hygiene und Sicherheit](#hygiene-und-sicherheit)
- [Behalte im Hinterkopf](#behalte-im-hinterkopf)

Füße tragen uns durch das Leben, für manche sind sie deutlich mehr. Der Fachbegriff für die erotische Anziehung durch Füße lautet Podophilie. Unter Männern, die auf Männer stehen, sind Fantasien mit Füßen häufiger als bei heterosexuellen Männern und Frauen.

Der Sexualforscher Justin Lehmiller hat 2018 für sein Buch „Tell Me What You Want“ 4.175 Menschen in den USA nach ihren Sexfantasien befragt. 21 % der schwulen und bisexuellen Männer nannten Fantasien, in denen Füße im Mittelpunkt stehen. Bei heterosexuellen Männern waren es 18 %, bei heterosexuellen Frauen 5 %, über alle Befragten hinweg 14 %. Der höchste Wert steht also bei uns. Lehmiller hat dabei nach Fantasien gefragt, nicht nach ausgelebtem [Fetisch](https://gay-blog.tomrockets.com/bdsm-fetisch-kink/fetische-kinks/ "Fetisch").

## Die vielen Gesichter des Fußfetischismus

Fußfetisch ist ein Sammelbegriff für sehr verschiedene Vorlieben. Wo genau jemand steht, klärt sich meist über drei Fragen: sauber oder getragen, aktiv oder passiv, nackt oder verpackt. Welche Spielarten es sonst noch gibt, zeigt die [Übersicht der Fetische](https://gay-blog.tomrockets.com/welche-fetische-gibt-es/).

**Sauber oder getragen** ist die erste Trennlinie. Manche mögen frisch geduschte, gepflegte Füße. Andere suchen genau das Gegenteil: den Geruch nach einem langen Tag in Sneakern, feuchte Sportsocken, den Schweiß nach dem Training. Diese zweite Gruppe redet in der Regel weniger offen darüber, obwohl sie groß ist.

**Aktiv oder passiv** meint die Rollenverteilung. Der eine will die Füße des anderen bedienen, lecken, massieren, riechen. Der andere will, dass mit seinen Füßen gearbeitet wird. Beides lässt sich kombinieren, festgelegt ist niemand.

**Nackt oder verpackt** entscheidet über die Ausrüstung. Für viele beginnt der Reiz beim Schuh und nicht beim Fuß. Sneaker, Sportsocken, Combat Boots, Lederstiefel und Gummistiefel haben in der schwulen Szene eigene Anhängerschaften, oft in Verbindung mit der passenden [Fetisch-Kleidung](https://gay-blog.tomrockets.com/fetisch-kleidung/). Andere brauchen den nackten Fuß und finden Schuhe störend.

Die anatomischen Vorlieben bilden eine eigene Ebene. Große oder kleine Füße, hohe oder flache Fußgewölbe, lange Zehen, breite Sohlen, behaarter oder glatter Spann, für manche auch der Knöchel. Wer schon mit einem Fußfetischisten geschrieben hat, kennt die Präzision, mit der da unterschieden wird. Fußfetisch grenzt an andere Körperteil-Vorlieben wie den [Achsel-Fetisch](https://gay-blog.tomrockets.com/achsel-fetisch/) oder den [Zungen-Fetisch](https://gay-blog.tomrockets.com/zungen-fetisch/), bei denen Geruch und Geschmack dieselbe Rolle spielen.

## Lust auf Fußsex?

Fußsex bedeutet, Füße oder Zehen zur direkten Stimulation zu benutzen. Die gebräuchlichen Begriffe dafür sind [Footjob](https://gay-blog.tomrockets.com/footjob-anleitung/ "Footjob") mit dem ganzen Fuß, Toejob mit den Zehen und Shoejob mit dem Schuh. Der Footjob ist die verbreitetste Variante: Der eine streicht mit eingeölten Fußsohlen am Schwanz des anderen entlang, meist mit aneinandergelegten Füßen.

Fußsex verbindet sich häufig mit [BDSM](https://gay-blog.tomrockets.com/bdsm-fetisch-kink/ "BDSM") ([Bondage](https://gay-blog.tomrockets.com/penis-bondage/ "Bondage"), Discipline, Dominance, [Submission](https://gay-blog.tomrockets.com/bdsm-submission/ "Submission"), Sadism, Masochism), weil Füße ein starkes [Machtgefälle](https://gay-blog.tomrockets.com/bdsm-machtgefaelle/ "Machtgefälle") herstellen. Foot Worship, also das Anbeten und Bedienen der Füße, ist ein klassisches Unterwerfungsritual im [Dom-Sub-Verhältnis](https://gay-blog.tomrockets.com/dominanz-rollenspiele/) und gehört bei vielen zur Rolle des [Sklaven](https://gay-blog.tomrockets.com/bdsm-servant/). Trampling geht weiter: Einer liegt am Boden, der andere steht oder tritt auf ihm, oft auf Brust oder Gesicht. Werden dabei die [Hoden](https://gay-blog.tomrockets.com/hoden-lecken/ "Hoden") bearbeitet, sind wir bei [Cock and Ball Torture](https://gay-blog.tomrockets.com/cbt-hodenfolter/ "Cock and Ball Torture") ([CBT](https://gay-blog.tomrockets.com/cbt-hodenfolter/)), wo dieselben Vorsichtsregeln gelten wie bei allen [Hodenspielen](https://gay-blog.tomrockets.com/hodenspiele/).

Ein eigener Begriff ist die Bastonade, im Englischen Bastinado: Schläge auf die Fußsohlen. Das Wort stammt vom spanischen „bastonada“ und bezeichnete ursprünglich eine Foltermethode, für die es europäische Belege ab 1537 gibt. In der Szene ist daraus eine einvernehmliche Schmerzpraxis geworden, die wegen der dichten Nervenversorgung der Sohlen als besonders intensiv gilt.

Crushing meint das Zerdrücken von Gegenständen mit den Füßen, meist Obst oder Spielzeug. Eine rechtliche Grenze gibt es dort, wo Tiere beteiligt sind: Solche Aufnahmen sind in Deutschland seit 2013 über Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes in Verbindung mit Paragraf 184a des Strafgesetzbuchs verboten. In den USA kippte der Supreme Court das ursprüngliche Bundesgesetz von 1999 im Jahr 2010 als verfassungswidrig, es wurde enger neu gefasst.

## Wie entsteht ein Fußfetisch?

Eine gesicherte Erklärung gibt es bis heute nicht. Regelmäßig genannt werden drei Ansätze.

**Sigmund Freud** hat 1927 im Aufsatz „Fetischismus“ beschrieben, wie Fuß und Schuh zum bevorzugten Fetischobjekt werden. Seine Begründung läuft über die kindliche Blickrichtung: Die Neugier gehe „von unten her, von den Beinen her“, weshalb der Fuß auf dem Weg zu den Genitalien liege. Die verkürzte Formel, Füße seien schlicht ein Penis-Ersatz, gibt seine Argumentation ungenau wieder.

**Die Nachbarschaft im Gehirn** ist die populärste Erklärung. Der Neurowissenschaftler V. S. Ramachandran hat 1998 in „Phantoms in the Brain“ darauf hingewiesen, dass die Areale für Fuß und Genitalien im somatosensorischen Cortex direkt nebeneinander liegen, weshalb Reize überspringen könnten. Diese These ist allerdings umstritten. Wignall und Turnbull haben diese Ableitung 2013 in der Fachzeitschrift Cognition an 793 Teilnehmern geprüft und konnten sie nicht bestätigen: Füße landeten in den Erotik-Bewertungen weit hinten, eine Clusterung mit den Genitalien zeigte sich nicht. Die anatomische Nachbarschaft selbst ist unbestritten, strittig ist der Schluss daraus.

**Prägung durch frühe Erfahrungen** ist der dritte Ansatz. Viele Fußfetischisten datieren ihre Vorliebe auf die Kindheit oder Jugend zurück, oft auf eine konkrete Situation. Belegen lässt sich das schwer, weil solche Erinnerungen im Nachhinein gebildet werden.

### Forschung und Fußfetisch

Zur Verbreitung gibt es zwei Erhebungen, die Verschiedenes messen, und beide haben ihre Grenzen.

Die Arbeitsgruppe um Scorolli an der Universität Bologna hat 2007 im International Journal of Impotence Research 381 Internet-Diskussionsgruppen mit mindestens 5.000 erfassten Personen ausgewertet. Innerhalb der Vorlieben für Körperteile entfielen 47 % auf Füße und Zehen, damit lagen sie klar vorn. Der Haken: Ausgewertet wurden Fetisch-Foren, also Menschen, die ohnehin dort schreiben. Für die Allgemeinbevölkerung sagt die Zahl nichts.

Lehmillers Erhebung von 2018 mit 4.175 Befragten in den USA reicht über die Fetisch-Foren hinaus und liefert die oben genannten 21 % für schwule und bisexuelle Männer.

Für uns interessanter ist eine ältere Arbeit. Weinberg, Williams und Calhan haben 1994 in den Archives of Sexual Behavior unter dem Titel „Homosexual Foot Fetishism“ 262 Mitglieder einer Organisation schwuler und bisexueller Fußfetischisten befragt. Ein Jahr später folgte eine zweite Auswertung im Journal of Sex Research. Diese beiden Arbeiten sind die einzigen auffindbaren, die den schwulen Fußfetisch eigenständig untersuchen. Das Thema liegt seit über 30 Jahren brach.

Eine verbreitete Behauptung hält der Prüfung dagegen nicht stand. Sie lautet, während der Aids-Krise sei die Nachfrage nach Footjobs gestiegen, weil diese als sichere Praktik galten. Dafür findet sich keine zeitgenössische Quelle. Die dokumentierten Safer-Sex-Empfehlungen der 1980er Jahre, etwa in „How to Have Sex in an Epidemic“ von Callen und Berkowitz aus dem Jahr 1982, nennen [Masturbation](https://gay-blog.tomrockets.com/anale-masturbation/ "Masturbation") und [Frottage](https://gay-blog.tomrockets.com/frotting-reibung/ "Frottage") als risikoarme Alternativen. Füße kommen dort nicht vor.

## Fußfetisch in der schwulen Szene

Der schwule Fußfetisch hat eigene Codes, die es anderswo nicht gibt.

Der **Hanky-Code**, entstanden in der amerikanischen Leather-Szene der 1970er Jahre, weist dem Fußfetisch die Farbe Koralle zu. Links getragen bedeutet die aktive, rechts die passive Rolle. Der Code ist heute mehr Zitat als Verständigungsmittel, taucht aber auf Fetischpartys und in Profilen weiter auf.

**Bootblacking** ist eine Ausprägung, die es so nur hier gibt. Das [Reinigen](https://gay-blog.tomrockets.com/penis-hygiene/ "Reinigen") und Polieren der Stiefel eines anderen entstand in der schwulen Leather-Szene der 1950er und 1960er Jahre und ist dort bis heute eine anerkannte Rolle mit eigenen Wettbewerben. Wer Boots trägt, kennt das Angebot, sie sich putzen zu lassen, und weiß, dass darin mehr steckt als Schuhpflege.

**Sneaker und Socken** sind weit verbreitet. Der Reiz liegt hier oft beim getragenen Zustand, weshalb sich ein Handel mit getragenen Socken und Sneakern etabliert hat, über Plattformen ebenso wie direkt. Berichte über solche Verkäufe nennen die [queere Community](https://gay-blog.tomrockets.com/magazin/gesellschaft-community/ "queere Community") regelmäßig als Hauptkäuferschaft. Belastbare Marktzahlen gibt es dazu nicht. Rechtlich ist der Verkauf zwischen Erwachsenen in Deutschland unproblematisch, ab regelmäßigen Einnahmen mit Gewinnabsicht wird allerdings ein Gewerbe fällig.

Fußfetisch verbindet sich in der Szene außerdem gern mit anderen Materialvorlieben, etwa mit [Latex](https://gay-blog.tomrockets.com/latex-fetisch/), [Gummi](https://gay-blog.tomrockets.com/gummifetisch/) oder dem [Uniform-Fetisch](https://gay-blog.tomrockets.com/uniform-fetisch/). Wo die Grenze zwischen Fetisch und [Kink](https://gay-blog.tomrockets.com/fetisch-vs-kink/ "Kink") verläuft, klärt der Beitrag zu [Fetisch und Kink](https://gay-blog.tomrockets.com/fetisch-vs-kink/).

## Kulturelle Anzeichen für Fußfetischismus

Erotische Aufmerksamkeit für Füße ist alt und gut dokumentiert, für die schwule Szene lässt sie sich allerdings erst ab dem 20. Jahrhundert nachzeichnen.

Wer sich heute offen dazu bekennt, ist Ricky Martin. Er hat 2024 in mehreren Interviews darüber gesprochen, in aller Beiläufigkeit. Aus dem deutschsprachigen Raum kommt Bülent Ceylan dazu, der sich im selben Jahr äußerte. Bei zwei weiteren oft genannten Namen liegt die Sache anders: Quentin Tarantino wird die Vorliebe wegen der Fußszenen in seinen Filmen zugeschrieben, er selbst hat sie ausdrücklich bestritten. Und bei Orlando Bloom stammt die Behauptung von seiner damaligen Ehefrau, von ihm gibt es dazu keine Aussage.

Deutlich belastbarer als solche Zuschreibungen ist die eigene Szenegeschichte. Bootblacking und der Hanky-Code sind dokumentierte Praxis der schwulen Leather-Szene seit den 1950er beziehungsweise 1970er Jahren, mit eigenen Rollen, eigenen Wettbewerben und einem eigenen Zeichensystem. Damit hat der schwule Fußfetisch eine ältere und besser überlieferte Tradition als die meisten Fetische, über die heute geredet wird.

Außerhalb der Szene reicht die Spur weiter zurück. In China galt der gebundene Fuß, der sogenannte Lotusfuß, ab dem 10. Jahrhundert als Schönheitsideal. Verbreitet war die Praxis vor allem in der städtischen Oberschicht, wo der gebundene Fuß als Heiratskriterium galt. Verboten wurde sie 1911, faktisch endete sie in den 1930er Jahren, und die letzte Fabrik für die passenden Schuhe schloss 1999.

Aus Bayern ist ein Einzelfall besonders gut belegt. Ludwig I. ließ von seiner Geliebten Lola Montez einen Fußabguss anfertigen, nutzte ihn als Briefbeschwerer und küsste ihn nachweislich. Belegt ist das über erhaltene Briefe und die Biografie von Bruce Seymour, 1996 bei Yale University Press erschienen. Es handelt sich um ein einzelnes Objekt, entgegen der gelegentlich behaupteten Sammlung.

## Dinge zum Ausprobieren

Wenn du bei deinem Typen einen Fußfetisch vermutest oder selbst einen hast, entscheidet der Einstieg über alles Weitere. Fußspiele brauchen weder Ausrüstung noch Verabredung im Voraus, was sie zu einer der wenigen Spielarten macht, die sich beiläufig ausprobieren lassen. Die folgenden Schritte gehen vom ersten Gespräch bis zum Footjob und lassen sich an jeder Stelle abbrechen.

### Sprich es an, bevor du es tust

Viele Fußfetischisten haben gelernt, ihre Vorliebe für sich zu behalten, weil Füße als schmutzig gelten. Die Hemmschwelle liegt entsprechend hoch. Ein offener Satz nimmt den Druck raus: Frag direkt, was ihn genau anmacht, statt es zu erraten. Der Unterschied zwischen frisch geduscht und den ganzen Tag in Boots getragen ist für ihn der Kern der Sache.

### Klär die Rollen

Ob du seine Füße bedienst oder er deine, gehört vorher besprochen. Dasselbe gilt für die Frage, ob es beim Anschauen und Anfassen bleibt oder ob [Dominanz](https://gay-blog.tomrockets.com/bdsm-dominanz/ "Dominanz") ins Spiel kommt. Wer Trampling oder Bastonade ausprobieren will, vereinbart vorher ein Zeichen zum Abbrechen, weil man in Bauchlage unter jemandem schlecht verhandelt.

### Kümmer dich um deine Füße

Fußpflege ist hier Voraussetzung. Kurze, glatt gefeilte Zehennägel verhindern Kratzer, eingecremte Fersen verhindern Risse. Wer weiß, dass sein Typ auf getragene Socken steht, muss vorher nicht duschen. Aber Hornhautrisse und eingerissene Nagelfalze sind zu behandeln, bevor jemand daran leckt. Der Unterschied ist wichtig: Getragen und ungewaschen ist eine Vorliebe, offene Stellen an den Füßen sind ein Infektionsweg.

### Nutz Socken und Sneaker als Einstieg

Der einfachste Anfang läuft über die Kleidung. Zieh die Schuhe aus, während ihr zusammensitzt, und lauf zu Hause barfuß. Behalt die Sportsocken an und lass ihn selbst entscheiden, ob er sie auszieht. Wenn er auf Boots steht, ist das Angebot, sie ihm putzen zu lassen, ein deutliches Signal. Das alles funktioniert angezogen und kostet nichts.

### Fußmassage, Vorspiel, Footjob

Eine Fußmassage ist der unaufgeregteste Einstieg und baut die Hemmung ab, Füße seien schmutzig. Beim [Vorspiel](https://gay-blog.tomrockets.com/sex-vorspiel/ "Vorspiel") lassen sich Füße wie Hände einsetzen, um seinen Körper abzufahren. Zehen lassen sich lecken und lutschen wie beim [Blasen](https://gay-blog.tomrockets.com/blowjob-uebergeben/ "Blasen"), mit demselben Wechsel aus Druck und Tempo.

Für den Footjob selbst gilt: [Gleitgel](https://gay-blog.tomrockets.com/welches-gleitgel-nutzen/ "Gleitgel") ist Pflicht, sonst wird die Reibung unangenehm. [Welches Gleitgel wofür taugt](https://gay-blog.tomrockets.com/was-ist-gleitgel/), hängt vom Rest ab, silikonbasierte Produkte halten länger. Ein Handtuch in Reichweite spart hinterher Arbeit. Wer einen Zeh in eine Körperöffnung einführen will, braucht kurze Nägel, viel Gleitgel und Geduld. Wenn ihr es ruhiger mögt, ist die [Intim-Massage](https://gay-blog.tomrockets.com/intim-massage/) eine gute Verbindung dazu.

## Hygiene und Sicherheit

Fußsex gilt zu Recht als risikoarm. Vier Punkte sind trotzdem zu beachten: [HIV](https://gay-blog.tomrockets.com/hiv/ "HIV"), Fußpilz, Zehennägel und die Belastung beim Trampling.

**HIV** spielt beim Fußkontakt keine Rolle. Intakte Haut wirkt laut Deutscher Aidshilfe als Barriere, und Schweiß überträgt das Virus nicht. Relevant wird die Frage erst, wenn Füße mit Schleimhäuten oder offenen Wunden in Kontakt kommen und [Sperma](https://gay-blog.tomrockets.com/wie-schmeckt-sperma/ "Sperma") oder Blut im Spiel ist.

**Fußpilz** kommt in der Praxis am ehesten vor. Die Erreger übertragen sich durch direkten Hautkontakt und über Oberflächen, und sie überleben dort laut der AWMF-Leitlinie zu Tinea-Erkrankungen mehrere Monate. Wer gerade eine Infektion hat, verschiebt die Sache besser. Dasselbe gilt für Dornwarzen, die durch humane Papillomviren ausgelöst werden und über kleine Hautverletzungen eindringen.

**Zehennägel** sind der unterschätzte Faktor. Eine fußspezifische Fachquelle dazu gibt es nicht, die Regel stammt aus der Fisting-Praxis und lässt sich übertragen: kurz, rund gefeilt, keine scharfen Kanten. Mikroverletzungen an der Analschleimhaut sind die Eintrittspforte für alles Weitere.

**Beim Trampling** entscheidet die Fläche. Der ganze Fuß verteilt das Gewicht, eine Ferse konzentriert es punktuell. Brustkorb und Bauch sind belastbar, Hals und Gelenke nicht. Und wer auf einem anderen steht, braucht etwas zum Festhalten, weil ein Sturz hier beide trifft.

## Behalte im Hinterkopf

Beim ersten Versuch muss niemand alle Feinheiten kennen. Fußfetisch ist eine der zugänglichsten Spielarten überhaupt: ein geringes Infektionsrisiko, in der einfachsten Form ohne jede Ausrüstung, und jederzeit abbrechbar. Wenn dein Typ dir davon erzählt, hat er dir Vertrauen entgegengebracht, denn die meisten haben in ihrem Leben genug Reaktionen der Sorte „das ist doch eklig“ gesammelt.

## FAQ

### Was ist ein Fußfetisch?

Ein Fußfetisch ist die erotische Anziehung durch Füße, Zehen, Sohlen oder Fußbekleidung wie Socken, Sneaker und Boots. Der Fachbegriff lautet Podophilie. Die Spielarten reichen vom Anschauen und Riechen über Massage und Foot Worship bis zu Fußsex mit direkter Stimulation.

### Wie verbreitet ist ein Fußfetisch bei schwulen Männern?

In der Befragung von Justin Lehmiller aus dem Jahr 2018 mit 4.175 Teilnehmern in den USA gaben 21 % der schwulen und bisexuellen Männer an, Sexfantasien mit Füßen im Mittelpunkt zu haben. Damit lagen sie über den 18 % bei heterosexuellen Männern und den 5 % bei heterosexuellen Frauen. Gefragt wurde nach Fantasien, nicht nach ausgelebtem Fetisch.

### Was ist ein Footjob?

Beim Footjob wird der Schwanz mit den Fußsohlen stimuliert, meist mit aneinandergelegten Füßen und reichlich Gleitgel. Die Variante mit den Zehen heißt Toejob, die mit dem Schuh Shoejob. Gleitgel ist notwendig, weil die Fußhaut sonst zu stark reibt.

### Ist Fußsex sicher?

Fußsex trägt ein geringes Infektionsrisiko. HIV überträgt sich über intakte Haut nicht, und Schweiß ist nicht übertragungsrelevant. Zu beachten sind Fußpilz und Dornwarzen, die sich über direkten Hautkontakt übertragen, sowie Zehennägel: Wer einen Zeh einführt, braucht kurze, glatt gefeilte Nägel und viel Gleitgel, um Mikroverletzungen zu vermeiden.

### Woher kommt ein Fußfetisch?

Eine gesicherte Erklärung fehlt. Freud führte Fuß und Schuh 1927 auf die kindliche Blickrichtung zurück. Der Neurowissenschaftler Ramachandran leitete 1998 aus der Nachbarschaft von Fuß- und Genitalareal im somatosensorischen Cortex eine Erklärung ab, die eine Untersuchung mit 793 Teilnehmern aus dem Jahr 2013 nicht bestätigte. Als dritter Ansatz gilt die Prägung durch frühe Erfahrungen.

### Was bedeutet die Farbe Koralle im Hanky-Code?

Koralle steht im Hanky-Code der schwulen Leather-Szene für Fußfetisch. Links getragen signalisiert das Tuch die aktive Rolle, rechts die passive. Der Code entstand in den 1970er Jahren in den USA und dient heute mehr als Zitat denn als Verständigungsmittel.

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