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Vielleicht hast du dich in einer überfüllten U-Bahn schon einmal ungewollt an einem Nachbarn gerieben, ein kurzer, eher peinlicher Moment. Was dort aus Versehen passiert, machen viele Männer ganz bewusst, allerdings mit einem Partner, der es genauso will. Erst einvernehmlich wird daraus echte Lust. Dieses gewollte Reiben zur sexuellen Stimulation nennt man Frotting.
Was ist Frotting?
Frotting ist eine Sexualpraktik, bei der sich zwei Männer zur Erregung aneinander reiben, meist Penis an Penis. Das Wort kommt vom französischen se frotter, also sich reiben. Es funktioniert angezogen, durch die Kleidung hindurch, geht aber auch nackt. Reiben zwei Männer ihre Penisse oder Hoden direkt aneinander, spricht man kurz von Frot. Bekannt ist die Praktik auch als Frottage. Wichtig ist die Abgrenzung: Frot und Frottage meinen den einvernehmlichen Akt zwischen Partnern. Der klinische Begriff Frotteurismus meint dagegen das Reiben an Personen ohne deren Einverständnis und ist etwas ganz anderes, dazu unten mehr.
Der Begriff Frot geht auf den schwulen Aktivisten Bill Weintraub zurück, der die Praktik ab den späten 1990ern popularisierte. In der Gay-Community gilt Frotting bis heute als eigener Fetisch. Weintraub beschrieb den Genital-zu-Genital-Kontakt als den „wahren“ Schwulensex und als Gegenstück zum Penetrationssex. Das war seine persönliche, aktivistische Haltung, kein wissenschaftlicher Befund. Für viele Männer ist Frotting schlicht eine intensive Spielart unter vielen.
Was macht Frottage so erregend?
Der Penis ist ein Organ mit sehr vielen Berührungsrezeptoren. Genau daraus entsteht der Reiz. Glans und Vorhaut sind dicht mit feinen Nervenenden versehen, die auf Druck und Reibung reagieren. Besonders empfindlich ist die Übergangszone der Vorhaut, das sogenannte ridged band. Eine Studie von Sorrells aus dem Jahr 2007 maß dort und an der Vorhaut niedrigere Druckschwellen als an der Eichel beschnittener Männer, diese Stellen reagieren also schon auf leichte Berührung. Konkrete Zahlen zu einzelnen Nervenenden kursieren zwar viel, sind aber wissenschaftlich nicht belegt.
Beim beschnittenen Mann übernimmt die empfindliche Eichel diese Aufgabe. Das Reiben von Schaft und Spitze fühlt sich auch ohne Vorhaut intensiv an, mehr dazu beim Wichsen ohne Vorhaut. Ob die Nerven der Vorhaut dabei sind oder nicht, das Reiben der empfindlichen Zonen aneinander sorgt für starke Erregung. Wie sich eine Beschneidung auf das Empfinden auswirkt, ist ein Thema für sich.
Warum Männer Frotting betreiben
Manche greifen zu Frotting, wenn Anal- oder Oralsex für einen der Partner nicht infrage kommt. Das kann religiöse oder kulturelle Gründe haben, aus Hemmungen entstehen oder daran liegen, dass ein Mann noch am Anfang seiner Erfahrungen mit Männern steht und noch nicht mehr möchte. Als nicht-penetrative Praktik ist Frotting da eine zugängliche Möglichkeit.
Oft beginnt es mit gegenseitigem Betrachten, Betasten und Vergleichen. Die Penisse kommen sich näher und berühren sich irgendwann. Aus diesem Vergleichen wird schnell eine erregende Situation. Verwandt ist Frotting mit der gegenseitigen Masturbation, nur dass hier die Schwänze direkt aneinander reiben statt in der Hand. Die meisten Beteiligten kommen dabei zum Höhepunkt, angezogen oder nackt.
Mögliche Stellungen für Frottage
Für eine Frot-Session setzt oder stellt ihr euch am besten gegenüber. Steht ihr eng aneinander, sodass sich die Unterseiten eurer erigierten Penisse berühren, und bewegt euch in entgegengesetzte Richtungen, entsteht die nötige Reibung. Ihr könnt auch die Hände einsetzen und beide Schwänze zusammen umfassen. Welche Form und Krümmung dabei gut zusammenpassen, liest du bei den Penis-Arten. Das Wichtigste ist, dass du nur machst, womit du dich wohlfühlst, und dass ihr euch vorher absprecht.
Heimlich oder öffentlich: der besondere Kick bei der Frottage
Manche Paare reizt der Gedanke, ihre Lust halb versteckt auszuleben, etwa diskret und dicht beieinander an einem wenig einsehbaren Ort. Das kann prickeln, hat aber eine klare Grenze: Es funktioniert nur mit einem Partner, der zustimmt, und niemals auf Kosten Unbeteiligter. Sich an fremden, nicht einwilligenden Personen zu reiben ist kein Kink, sondern Frotteurismus. In Deutschland ist das als sexuelle Belästigung nach Paragraf 184i strafbar. Einvernehmlichkeit ist hier keine Nebensache, sondern die ganze Bedingung.
Verbreiteter ist Frotting ohnehin als privates Erlebnis zwischen Männern. Es gibt kleine Hilfsmittel wie einen sogenannten CockBlock, und es gibt reichlich Pornos, in denen Paare beim Frotting zu sehen sind, gut für Anregungen oder zum Mitmachen. Zwei harte, eingeölte Schwänze, die aneinander reiben, sind für viele ein starkes Bild, ob nackt oder mit offener Hose, im Stehen oder Knien.
Die Kunst des Frottings will gelernt sein
Viele tun Frotting als bloßes Vorspiel ab, vor allem weil nicht jeder sofort dabei zum Orgasmus kommt. Das lässt sich aber lernen. Entscheidend ist der richtige Druck, mit dem du deinen und den Penis deines Partners aneinander reibst. Wichtig ist auch, die beiden Schwänze nicht aus der Hand gleiten zu lassen, damit der Rhythmus nicht abreißt. Wer den Reiz mit Worten steigern will, holt sich Ideen beim Dirty Talk.
Geh die Sache geduldig an. Mit etwas Übung hast du den Dreh raus und kannst beim Frotting abspritzen. Wie bei jeder neuen Technik hilft es, dich unvoreingenommen darauf einzulassen.
Gesundheitliche Risiken beim Frotting
Als Praktik gilt Frotting als sehr risikoarm. Das HIV-Risiko ist beim reinen Aneinanderreiben sehr gering, weil intakte Haut eine wirksame Barriere ist. Die US-Gesundheitsbehörde CDC ordnet Frottage in dieselbe Kategorie wie Küssen und Berühren ein. Ein Restrisiko besteht nur, wenn Sperma oder Blut auf offene Wunden oder Schleimhäute gelangt. Wie hoch es genau liegt, steht im Beitrag zum HIV-Risiko beim Frotting.
Relevanter sind sexuell übertragbare Infektionen (STIs), die über direkten Hautkontakt laufen, unabhängig von einem Samenerguss. Dazu zählen HPV, Herpes und Syphilis, letztere bei Kontakt mit einer offenen Stelle. Ein Kondom senkt vor allem das Risiko über Sperma, deckt aber nicht die ganze Kontaktfläche ab. Kleidung senkt das Risiko weiter, hebt es aber nicht ganz auf. Was beim Safer Sex wirklich schützt und was nur ein Mythos ist, klären die Safer-Sex-Irrtümer, einen Überblick über den Schutz vor HIV gibt die HIV-Prävention.
FAQ
Was ist Frotting genau?
Frotting ist das einvernehmliche Reiben zweier Männer aneinander zur sexuellen Erregung, meist Penis an Penis. Es geht angezogen oder nackt und kommt ohne Penetration aus. Die Kurzform für das direkte Reiben der Genitalien lautet Frot, ein weiterer Name ist Frottage.
Wie hoch ist das HIV-Risiko beim Frotting?
Das HIV-Risiko ist beim reinen Aneinanderreiben sehr gering, da intakte Haut eine gute Barriere bildet. Die CDC führt Frottage in derselben risikoarmen Kategorie wie Küssen. Wichtiger sind Infektionen über Hautkontakt wie HPV, Herpes oder Syphilis.
Ist Frotting dasselbe wie Frotteurismus?
Nein. Frot und Frottage meinen den einvernehmlichen Akt zwischen Partnern. Frotteurismus bezeichnet das Reiben an Personen ohne deren Zustimmung und ist eine anerkannte Störung sowie in Deutschland eine Straftat. Der Unterschied liegt allein im Einverständnis.
Kann man beim Frotting zum Orgasmus kommen?
Ja. Viele Männer kommen beim Frotting zum Höhepunkt, angezogen oder nackt. Entscheidend sind der richtige Druck und etwas Übung. Anfangs wird es oft als Vorspiel genutzt, mit der Zeit reicht es vielen als eigenständige Praktik.

hey, ich stehe auf enge Jeans in engen öffentlichen Verkehrsmitteln. beim engen zusammenstehen versuche ich immer meinen Schwanz in Richtung eines geilen Typen zu drücken. hatte bisher aber wenig Erfolg, leider. gibt es bessere Praktiken um diesen Fetisch zu bedienen?