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title: "Drogen beim Fisten: Risiken und sicherer Umgang"
description: "Drogen beim Fisten: Was MDMA, Tina, Ketamin, GHB und Poppers im Körper machen, welche Kombinationen tödlich enden können und was im Ernstfall zählt."
url: https://gay-blog.tomrockets.com/fisting-schmerzen-drogen/
date_published: 2022-01-18
date_modified: 2025-09-26
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# Drogen beim Fisten: Risiken und sicherer Umgang

## Inhaltsverzeichnis

- [Was Drogen bewirken](#h-was-drogen-bewirken)
- [Diese Kombinationen sind besonders gefährlich](#h-diese-kombinationen-sind-besonders-gefahrlich)
- [Verhalten im Ernstfall](#h-verhalten-im-ernstfall)
- [Safer Use: Wenn du trotzdem konsumierst](#h-safer-use-wenn-du-trotzdem-konsumierst)

Wer in der Fist-Szene unterwegs ist, kommt an Drogen nicht vorbei. Rund 16 % der Männer, die Sex mit Männern haben, berichten in einer europäischen Meta-Analyse von [Chemsex](https://gay-blog.tomrockets.com/chemsex/ "Chemsex"). Das heißt: Sex unter gezielt dafür genommenen Drogen. Und wer Chemsex betreibt, lebt auch Praktiken wie [Fisting](https://gay-blog.tomrockets.com/fisting-hacks/ "Fisting") und [BDSM](https://gay-blog.tomrockets.com/bdsm-fetisch-kink/ "BDSM") deutlich häufiger aus. In einer französischen Kohorte von 2025 mit fast 2.500 Teilnehmern lagen die Odds dafür um den Faktor 4,7 höher. Dieser Text nimmt diese Realität ernst. Wir erklären dir drei Dinge. Erstens, was die gängigen Substanzen im Körper machen. Zweitens, welche Kombinationen tödlich enden können. Drittens, was du im Ernstfall tust. Ohne Panikmache und ohne Werbung, aber mit Fakten.

Eins vorweg, weil es der wichtigste Satz des Textes ist. Schmerz ist beim [Fisten](https://gay-blog.tomrockets.com/anatomie-fisten/ "Fisten") dein Schutzsignal. Er sagt dir, wann Schluss ist, bevor Gewebe reißt. Fast jede Droge auf dieser Liste dämpft genau dieses Signal. Genau darum ist Fisten unter Drogen riskanter als anderer Sex unter Drogen.

## Was Drogen bewirken

Drogen verlängern Sessions und verändern, was du spürst. Beim Fisten ist das eine gefährliche Kombination. Das ist nicht nur Theorie. 2004 erschien in der Fachzeitschrift Sexually Transmitted Infections eine Fallserie der Kobler Clinic in London. Sie beschreibt drei Männer mit [HIV](https://gay-blog.tomrockets.com/hiv/ "HIV"). Alle drei kamen nach Fisting-Partys mit Darmperforationen in die Notaufnahme. Konsumiert hatten alle drei Ketamin. Dazu kamen je nach Fall [Poppers](https://gay-blog.tomrockets.com/poppers/ "Poppers"), Ecstasy oder Cannabis. Der schwerste Fall war ein 54-Jähriger. Sein Partner hatte Hand, Arm und einen 15 Zentimeter langen [Dildo](https://gay-blog.tomrockets.com/gay-dildo/ "Dildo") bis ins Grimmdarm eingeführt. Der Mann spürte zwar einen Schlag im Bauch, aber keine klaren Alarmsignale. Erst 36 Stunden später kam er ins Krankenhaus, mit zwei Löchern im Darm und einer Bauchfellentzündung. Die Ärzte zogen daraus eine klare Schlussfolgerung. Drogen verlängern die sexuelle Aktivität und erhöhen so das Risiko. Die Männer erlitten schwere [Verletzungen](https://gay-blog.tomrockets.com/fisting-verletzungen/ "Verletzungen"), ohne die Symptome der Perforation zu bemerken.

Genau deshalb folgt jetzt Substanz für Substanz die ehrliche Lage: Wirkung, Risiko, und was das konkret fürs Fisten bedeutet. Fisten selbst ist übrigens keine Nische. In einer großen britischen Umfrage unter schwulen Männern gaben 12,8 % an, im vergangenen Jahr Fisting praktiziert zu haben.

### Poppers

Poppers sind flüchtige Nitrite, die du schnüffelst. Die Wirkung kommt in Sekunden und ist nach wenigen Minuten vorbei. Du spürst Wärme, Herzklopfen, Schwindel. Dazu kommt eine kurze Phase, in der sich die glatte Muskulatur lockert. Zu ihr gehört auch der Schließmuskel, und darum nutzen Bottoms Poppers gern beim Einstieg. Die Risiken stehen im Kleingedruckten. Der Blutdruck fällt ab, bei manchen so stark, dass gar nichts mehr geht. Selten, aber dokumentiert sind Methämoglobinämien. Dabei transportiert das Blut keinen Sauerstoff mehr richtig. Ebenfalls dokumentiert sind Schäden an der Netzhaut, die sogenannte Poppers-Makulopathie. Augenärzte veröffentlichten dazu zuletzt 2025 neue Fallberichte. Die mit Abstand gefährlichste Kombination ist Poppers plus Potenzmittel wie Viagra, dazu unten mehr. Alles Wichtige zur Anwendung und zu den Nebenwirkungen haben wir in zwei eigenen Guides zusammengestellt: [Poppers richtig anwenden](https://gay-blog.tomrockets.com/poppers-anwendung/) und [die Nebenwirkungen von Poppers](https://gay-blog.tomrockets.com/poppers-nebenwirkungen/).

### MDMA

MDMA, auf der Straße Ecstasy, öffnet gefühlt das Herz. Nähe, Vertrauen und Berührung wirken intensiver. Medizinisch ist MDMA ein Amphetamin-Abkömmling, und die zwei dokumentierten Todesmechanismen solltest du kennen. Der erste ist Überhitzung, medizinisch Hyperthermie. MDMA treibt die Körpertemperatur hoch. Auf der Tanzfläche oder in stundenlangen Sessions kann das in Krampfanfälle und Organversagen münden. Der zweite Mechanismus ist fast unbekannt und trifft ausgerechnet Vorsichtige: die Wasservergiftung. Medizinisch heißt sie Hyponatriämie. MDMA lässt den Körper Wasser zurückhalten. Wer dann aus Angst vor dem Austrocknen literweise trinkt, verdünnt das Natrium im Blut so weit, dass das Gehirn anschwillt. Eine britische Fallserie eines Giftinformationszentrums zählte 17 solcher Fälle mit zwei Toten. In Schweden starb eine junge Frau nach einer einzigen Tablette, weil sie [zu viel](https://gay-blog.tomrockets.com/zu-wenig-sex-zu-viel-sex/ "zu viel") trank. Trinken ja, aber in Maßen, nicht flaschenweise.

Zur Dosierung kursieren Mythen. Eine fixe Giftgrenze, wie sie im Netz kursiert, existiert nicht. Safer-Use-Stellen wie saferparty in Zürich orientieren am Körpergewicht. Als Obergrenze gelten grob 1,5 Milligramm pro Kilo bei Männern und 1,3 bei Frauen. Und Nachlegen lohnt nicht. Safer-Use-Stellen warnen: Die Wirkung lässt sich nicht steigern, nur die Nebenwirkungen. Einer der drei Fälle aus der Londoner Fallserie war übrigens ein 37-Jähriger auf einer Fisting-Party. Er hatte Poppers, Ecstasy und Ketamin kombiniert. Er endete mit einem zehn Zentimeter langen Einriss im Enddarm und 600 Millilitern Blut in der Bauchhöhle.

### Crystal Meth

Crystal Meth, in der Szene meist Tina genannt, ist die Substanz, die Fachleute beim Thema Chemsex zuerst nennen. Das Amphetamin hält dich tagelang wach. Es schaltet Hunger, Müdigkeit und Schmerz aus und dreht Libido und Ausdauer auf Anschlag. Genau diese Mischung macht es beim Fisten so tückisch. Du merkst weder, dass dein Körper am Ende ist, noch, dass dein Darm längst genug hat. Dazu kommen die psychischen Risiken: Paranoia, Halluzinationen, ausgewachsene Psychosen. Das Abhängigkeitspotenzial ist hoch. Ob gesnieft, geraucht, rektal appliziert oder gespritzt: Tina ist kardiotoxisch. Herzinfarkte und Rhythmusstörungen sind die häufigsten tödlichen Komplikationen. Und die Pointe fürs Fisten: Entspannen tut Tina nicht. Es macht wacher und härter, nicht lockerer.

### Ketamin

Ketamin ist ein Narkosemittel, das dich von deinem Körper entkoppelt. Fachleute nennen das Dissoziation. Du nimmst Schmerz wahr, aber er gehört dir nicht mehr. Beim Fisten ist das der worst case schlechthin. Der 54-Jährige aus der Londoner Fallserie hatte Ketamin gesnieft, ebenso der erste Fall der Serie. In höherer Dosis lösen sich Raum und Zeit auf. Bei Überdosierung fällst du ins sogenannte K-Hole. Darin nimmst du nichts mehr wahr und kannst dich nicht mehr bewegen. Ketamin hat außerdem ein Langzeitrisiko, das fast niemand kennt. Bei regelmäßigem Konsum zerstört es die Blase. Diese Blasenschäden sind seit 2007 eine eigene Krankheitsdiagnose, die Ketamin-Zystitis. In einer britischen Erhebung berichteten 26,6 % der regelmäßigen Konsumenten Harnwegsbeschwerden. Fallserien aus Hongkong zeigen Verläufe bis zur Dialysepflicht. Bei 51 % der Betroffenen besserten sich die Beschwerden nach dem Konsumstopp.

### Kokain

Kokain ist ein Lokalanästhetikum. Es betäubt die Stelle, mit der es in Kontakt kommt. Genau diese Eigenschaft macht es in der Szene beliebt und beim Fisten doppelt gefährlich. Anal appliziert betäubt es die Rosette, während es gleichzeitig die Gefäße verengt und den Kreislauf hochfährt. Im American Journal of Forensic Medicine and Pathology ist der Todesfall eines 29-Jährigen dokumentiert. Sein Partner hatte ihm Kokain rektal appliziert, ausdrücklich, um den Schließmuskel zu entspannen. Die Deutsche Aidshilfe warnt außerdem, dass die Säure im Kokain die Darmschleimhaut angreift. Und eines solltest du über den Weg wissen. Über die Darmschleimhaut geht die Wirkung fast so schnell und stark ins Blut wie bei einer Injektion. Der Po ist kein Überdosis-Schutz. Dass Kokain häufig gestreckt ist, unter anderem mit dem Betäubungsmittel Lidocain, macht die Wirkung noch unberechenbarer.

### GHB / GBL

[GHB](https://gay-blog.tomrockets.com/ghb-ueberdosis/ "GHB") (Gammahydroxybuttersäure) und sein Vorläufer GBL, im Szenejargon Liquid Ecstasy, haben mit Ecstasy nichts zu tun. Es sind harte Dämpfer mit einer tückischen Eigenschaft: Die Dosis-Wirkungs-Kurve ist extrem steil. Der Abstand zwischen „schön breit“ und „bewusstlos mit Atemnot“ sind wenige Milliliter. Ein Gegenmittel gibt es nicht, die Toxikologie sagt das ausdrücklich. GBL wirkt noch schneller und stärker als GHB, weil der Körper es rasch umwandelt. Mit Alkohol zusammen kann die Kombination zum Atemstillstand führen. Bei täglichem Konsum macht GHB körperlich abhängig. Der Entzug kann lebensgefährlich sein und gehört in eine Klinik. Eine kleine Korrektur zu dem, was im Netz oft behauptet wird: GHB ist nicht komplett aus der Medizin verschwunden. Als Natriumoxybat ist es in der EU zugelassen, gegen die Schlafkrankheit Narkolepsie. Und weil GHB farb- und nahezu geschmacklos ist, spielt es auch bei K.-o.-Tropfen eine Rolle. Lass dein Getränk auf einer Party nie aus den Augen.

### Cathinone

Cathinone wie Mephedron und 3-MMC sind synthetische Aufputschmittel und gehören zur Grundausstattung der Chemsex-Szene. Zur Rechtslage, weil hier veraltete Infos kursieren: Der Graubereich ist Geschichte. Mephedron steht seit 2010 unter dem Betäubungsmittelgesetz. Die gesamte Stoffgruppe steht seit 2016 unter dem Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz. 3-MMC ist seit 2022 EU-weit kontrolliert. Das eigentliche Risiko ist aber die Zusammensetzung. Niemand weiß, was in dem Pulver wirklich steckt und wie stark es ist. Genau dafür gibt es Drug Checking, dazu unten mehr.

### Cannabis

Gras entspannt, macht aber müde, träge und bei manchen paranoid. Gefahrenfrei, wie früher oft behauptet, ist es nicht. Psychische Nebenwirkungen sind real. Fürs Fisten ist es eher ungeeignet. Du willst weder sediert noch ängstlich sein, wenn jemand mit der [Faust](https://gay-blog.tomrockets.com/faust-fisting/ "Faust") in dir steckt.

### LSD

LSD ist ein klassisches Psychedelikum mit acht bis zwölf Stunden Wirkdauer. Für eine Fist-Session ist es schon von der Zeitlogik her ungeeignet. Eine Szene-Behauptung gehört an dieser Stelle korrigiert. Dass LSD die unwillkürliche Muskulatur entspanne und eingeführte Gegenstände „festhalte“, ist Hörensagen ohne jede Studienlage. In der Tierpharmakologie zeigt LSD auf glatte Muskulatur eher das Gegenteil. Die Schließmuskel-Entspannung, die gemeint ist, ist eine Poppers-Wirkung. Was LSD wirklich kann: Wahrnehmung und Ich-Grenzen auflösen. In einer Umgebung, in der du körperlich verletzlich bist, ist das ein Risiko für Horrortrips.

## Diese Kombinationen sind besonders gefährlich

Einzeln sind die Substanzen riskant, gemischt werden sie unberechenbar. Fachleute sprechen von Wechselwirkungen, und die sind der unterschätzte Teil des Mischkonsums. Vier Kombinationen sind so gut dokumentiert, dass wir sie einzeln benennen.

**Poppers plus Potenzmittel.** Viagra, Cialis und Co. senken den Blutdruck, Poppers ebenfalls. Beide wirken über denselben Mechanismus. Zusammen kann der Blutdruck so weit abfallen, dass Herz und Gehirn nicht mehr versorgt werden. Die Zulassungsbehörde EMA führt die Kombination von Sildenafil mit Nitriten ausdrücklich als Kontraindikation. Das ist keine graue Theorie, sondern die offizielle Packungsbeilage.

**MDMA oder GHB plus HIV-Medikamente.** Das HI-Virus wird heute gut eingestellt, aber die Therapie hat einen Haken. Wer Medikamente mit den Boostern Ritonavir oder Cobicistat nimmt, baut MDMA nur noch langsam ab. Im Lancet ist der Todesfall eines 32-Jährigen dokumentiert, der unter Ritonavir eine übliche Ecstasy-Dosis nahm. Sein MDMA-Blutspiegel lag um ein Vielfaches über dem Erwarteten. Ein zweiter Fallbericht beschreibt einen Patienten, der unter diesen Medikamenten nach MDMA zusätzlich GHB nahm und beatmet werden musste. Wenn du HIV-Medikamente nimmst, ist das die wichtigste Zeile dieses Textes. Mehr zum Thema Schutz und Therapie: [HIV-Prävention mit PrEP, Kondom und Test](https://gay-blog.tomrockets.com/hiv-praevention/).

**GHB plus Alkohol.** Zwei Atemdämpfer verstärken sich gegenseitig. Diese Kombination endet regelmäßig in Rettungswagen. Bewusstlosigkeit, Erbrechen im Liegen, Atemstillstand.

**Ketamin plus GHB.** In der Szene häufig kombiniert, im Labor untersucht. Im Tiermodell bremst Ketamin den GHB-Abbau und erhöht die Letalität deutlich. Studien am Menschen fehlen bisher. In einer Szene-Umfrage gaben 30 % der GHB-Konsumenten an, es mit Ketamin zu kombinieren. Das ändert nichts daran, dass beide Substanzen dich bewusstseinslos machen können.

## Verhalten im Ernstfall

Wenn auf einer Session etwas schiefgeht, zählen Minuten. Diese Warnzeichen musst du kennen: Fieberhafte Überhitzung mit heißer, trockener Haut, Krampfanfälle, Brustschmerz, starke Verwirrtheit oder Panik. Dazu eine Person, die nicht mehr weckbar ist, langsame oder aussetzende Atmung, bläuliche Lippen.

Dann gilt: Ruf den Notarzt unter 112. Lege eine bewusstlose, aber atmende Person in die stabile Seitenlage. Kühle sie bei Überhitzung, und bleib bei ihr. Sag den Sanitätern ehrlich, was konsumiert wurde. Diese Information kann über Leben und Tod entscheiden, und der Notarzt unterliegt der ärztlichen Schweigepflicht. Die Deutsche Aidshilfe empfiehlt genau das ausdrücklich: Adresse nennen, konsumierte Drogen nennen. Wer nicht hilft, macht sich dagegen strafbar. Das Stichwort ist unterlassene Hilfeleistung, Paragraf 323c. Und noch eine Korrektur zu einem hartnäckigen Szene-Rat. Benzodiazepine wie Lorazepam sind in der Klinik tatsächlich das Mittel der Wahl bei Übererregung nach Uppern. Aber das ist eine Entscheidung für den Notarzt, nicht für die Hausapotheke des Bekannten. Dein Job ist der Notruf, nicht die Selbstmedikation.

Was bei Verletzungen durchs Fisten selbst zu tun ist, haben wir hier aufgeschrieben: [Erste Hilfe bei Fisting-Verletzungen](https://gay-blog.tomrockets.com/fisting-verletzungen/). Und für den speziellen Fall Poppers gibt es einen eigenen Guide: [Erste Hilfe bei einer Poppers-Überdosis](https://gay-blog.tomrockets.com/poppers-ueberdosis/).

## Safer Use: Wenn du trotzdem konsumierst

Safer Use ist das Prinzip der Schadensminimierung: Du konsumierst, aber so kontrolliert wie möglich. Ein Text wie dieser wird dich nicht vom Konsum abhalten, und das ist auch nicht sein Job. Sein Job ist, dass du dabei nicht stirbst oder mit einem Stoma aufwachst. Also die wichtigsten Regeln.

**Lass deine Substanz testen.** In Berlin kannst du seit 2023 Drogen [legal](https://gay-blog.tomrockets.com/ist-poppers-legal/ "legal") und kostenlos analysieren lassen, unter anderem bei der Schwulenberatung. Die Adresse ist drugchecking.berlin. In Zürich macht saferparty das seit Jahren, in Wien checkit!. Du erfährst, was wirklich in deinem Stoff steckt und wie stark er ist.

**Rektal ist nicht der harmlose Weg.** Die Deutsche Aidshilfe betont es in ihrem Portal „Up your bum“: Über den Darm wirkt eine Substanz fast so schnell und stark wie gespritzt. Wer rektal konsumiert, um „sicherer“ zu sein, irrt. Die Überdosis kommt genauso, nur ohne Nadel.

**Dosiere niedrig und leg nicht blind nach.** Warte die volle Wirkung ab, bevor du nachlegst. Gerade GHB und MDMA bestrafen Ungeduld.

**Trink in Maßen, nicht in Mengen.** Bei MDMA gilt beides. Dehydrieren ist gefährlich, und zu viel Wasser ist es auch.

**Handle Grenzen nüchtern aus.** [Safeword](https://gay-blog.tomrockets.com/bdsm-safeword/ "Safeword"), klare Absprachen, im Idealfall jemand dabei, der nüchtern bleibt und im Zweifel den Notruf absetzt. Was du sonst noch über die Szene wissen solltest, steht hier: [Was ist Chemsex?](https://gay-blog.tomrockets.com/chemsex/) und [BDSM und Drogen](https://gay-blog.tomrockets.com/chemsex-bdsm/). Und wie eine Fist-Party konkret abläuft, erfährst du in unserem [Fist-Party-Guide](https://gay-blog.tomrockets.com/fist-party/).

## FAQ

### Welche Droge ist beim Fisten am gefährlichsten?

GHB/GBL, weil der Abstand zwischen [Rausch](https://gay-blog.tomrockets.com/poppers-wirkung/ "Rausch") und Atemstillstand nur Milliliter beträgt und es kein Gegenmittel gibt. Direkt dahinter liegt Ketamin, weil es dein Schmerzempfinden entkoppelt. Schmerz ist aber beim Fisten dein wichtigstes Warnsignal. Die dokumentierten Darmverletzungen der Londoner Fallserie geschahen allesamt unter Ketamin, teils in Mischung mit anderen Substanzen.

### Warum ist Fisten unter Drogen riskanter als anderer Sex unter Drogen?

Weil Fisten ein Grenzgebiet des Körpers ist. Das Gewebe des Darms ist empfindlich, und eine Perforation kann tödlich enden. Dein Körper warnt dich über Schmerz rechtzeitig, wenn du ihn hören kannst. Drogen dämpfen dieses Warnsystem und verlängern gleichzeitig die Session. Beides zusammen ist die Unfallformel der Fachliteratur.

### Was tue ich, wenn jemand nicht mehr ansprechbar ist?

Notruf 112, stabile Seitenlage, bei der Person bleiben. Sag den Sanitätern, was genommen wurde. Der Notarzt unterliegt der Schweigepflicht. Du bekommst keinen Ärger, du rettest ein Leben.

### Sind Poppers beim Fisten gefährlich?

Allein genommen sind Poppers für Gesunde meist kurz und glimpflich. Sie lassen aber den Blutdruck abstürzen und können selten das Blut und die Netzhaut schädigen. In Kombination mit Potenzmitteln wie Viagra werden sie lebensgefährlich. Diese Kombi ist tabu.

### Wo kann ich meine Drogen testen lassen?

In Berlin beim Drug Checking des Landes, kostenlos und anonym, unter anderem an einem Standort der Schwulenberatung. In der Schweiz bei saferparty in Zürich, in Österreich bei checkit! in Wien. Du gibst eine kleine Probe ab und erfährst Inhalt und Stärke.

### Was ist Chemsex?

Chemsex meint geplanten Sex unter bestimmten Drogen, vor allem Crystal Meth, GHB/GBL und Cathinone wie Mephedron. Das Ziel ist, den Sex zu intensivieren und zu verlängern. In Europa berichten etwa 16 % der Männer, die Sex mit Männern haben, davon. Mehr dazu in unserem [Chemsex-Guide](https://gay-blog.tomrockets.com/chemsex/).

Wenn du merkst, dass Konsum bei dir kein Party-Extra mehr ist, sondern Routine, dann ist das ein Warnsignal und kein Charakterfehler. Die Aidshilfe vor Ort und Beratungsstellen wie drugscouts kennen die Szene und reden nicht von oben herab. Und wenn du nüchtern weiterfisten willst, was übrigens die beste Form der Schadensminimierung ist, schau hier rein: [Gesund fisten](https://gay-blog.tomrockets.com/analfisten-gesund-bleiben/) und die [Fisting-Anleitung für Bottoms](https://gay-blog.tomrockets.com/fisting-bottom-anleitung/).

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